Samstag, 22. Januar 2022

Am Teich die Zweite

Hat es mich doch heute glatt trotz des mistigen Wetters schon wieder zum neuen Teich verschlagen, hauptsächlich weil mein Mann und ich uns sowieso die Beine vertreten wollten. Außerdem habe ich es gestern nicht mehr geschafft, zum benachbarten See zu laufen. Das wollen wir heute nachholen. Und natürlich nochmal kurz (erfolglos) nach Eisvögeln schauen.
 
Die Schwäne sind heute sehr entspannt und spiegeln sich gemütlich im Wasser.

Der Reiher ist weniger entspannt und fliegt schreiend von dannen, als wir uns nähern. Macht aber nichts, gibt schöne Flugbilder:

Elegante Landung...
... und noch ein bisschen "Variationen vom Wasserballett"...
... mit Krähe.

Die Krickenten sind auch wieder da und nicht zu überhören.

Der Silberreiher wirkt ein wenig unterkühlt...
... während dem wachsamen Robin Rotkehlchen sofort auffällt, dass ich gestern doch auch schonmal da war.

Weiter zum noch fehlenden See, der sich bis auf diverse Entenarten und Blässhühner heute vor allem düster präsentiert. Dennoch umrunden wir ihn und ich finde ein paar nette Motive:
 
Das Blässhuhn zupft sich einen.

Reiherenten


Das war wohl nicht so lecker.

Auf dem Rückweg nochmal an den anderen Teichen vorbei begegnen wir noch einer fluffig feuchten Schwanzmeise...

... und einem Grünfinken.

Danach vernehmen wir lautstarke Diskussionen. Natürlich bei den Nilgänsen. Licht ist bescheiden, aber das Motiv unterhaltsam.

Die Diskussion eskaliert in eine handfeste Keilerei, an deren Ende sich einer der beiden verzieht und der andere mit der wartenden Dame planschen darf (letzteres unbebildert wegen kaum noch vorhandenen Lichts).

... und die Moral von der Geschichte: wenn Nilgänse in Wallung sind, können sie übers Wasser laufen.

Freitag, 21. Januar 2022

Auf der Suche nach dem Eisvogel

Heute war ich mal an einem neuen Teich zum Fotografieren unterwegs, was so ergiebig war, dass es sich mal wieder lohnt, einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben, bevor es demnächst dann hoffentlich mal wieder ein paar Reiseberichte zu schreiben gibt. Vorweg, der Eisvogel hatte heute offenbar frei, aber bei zweieinhalb Stunden Aufenthalt war es augenscheinlich nicht langweilig. Verschaffen wir uns also mal einen kleinen Überblick, was es außer dem Eisvogel hier sonst noch gibt:
 
Kormorane gehlören klar zu meinen Lieblingsvögeln und sind hier reichlich vorhanden, deshalb dazu später noch mehr.

Ein Graureiher steht missmutig in der Gegend herum, mal abwarten, ob sich seine Laune noch bessert.
 
Die Schwäne sind erstmal wieder weg.
 
Außerdem gibt es hier noch bunt gemischt diverse Entenarten, hier eine männliche Löffelente und eine männliche Krickente.

Die Krickente im Vordergrund gibt es auch in "scharf".

 
Widmen wir uns zunächst aber wieder meinen Lieblingskormoranen, die gerade schöne Flug- und Landemaneuver machen:

 


 

Manchmal ist der Landeplatz auch schon besetzt oder man ist unerwünscht:
Das schreit nach Notwasserung.


Auch ohne Not wird kräftig geplanscht:

 
Stilleben aus planschender Krähe vor missbilligendem Kormoran mit Enten und schlafenden Nilgänsen.

Die Nilgänse fühlen sich allerdings bald gestört und fliegen mit lautstarkem Gehupe von dannen.

Stattdesse hat sich der Reiher bei den Kormoranen eingefügt, seine Laune scheint inzwischen geringfügig besser.
Die Frisur sitzt auch.

Ich besichtige derweil mal den zweiten Teich, auch hier keine Spur vom Eisvogel, dafür finde ich die entflogenen Schwäne bei der Nahrungssuche wieder.


Die Kohlmeise sang mich so nett von der Seite an, da konnte ich nicht wiederstehen:
Auch sonst entgeht meinen Augen und Ohren nichts außer dem Eisvogel. Selbst der winzige Zaunkönig kann (und will) sich nicht verstecken.

Nachdem ich mir schon mehrfach einen Schluck heißen Tee aus meiner Thermoskanne gegönnt habe, immer in der Hoffnung, dass genau dann (im ungünstigsten Moment, wie es meistens so ist) ein Eisvogel auftaucht, geht mein Plan fast auf, und ich schaffe es gerade noch so, meine Thermoskanne zuzuschrauben und unfallfrei ein Foto vom vorbeifliegenden Silberreiher zu machen.

Langsam wird es trotz Winterklamotten und heißem Tee etwas frisch, noch dazu wird das Licht schlechter und es regnet immer mal wieder leicht. Also mache ich mich unverrichteter Eisvögel auf den Rückweg, natürlich nicht ohne meinen Lieblingskormoranen noch einmal Aufmerksamkeit zu schenken:
Bei ihm sind schon Ansätze des Prachtgefieders für die Balz im Frühjahr zu erkennen... und wie kommt jetzt auf einmal der Silberreiher hierhin, der ist doch eben in die komplett andere Richtung weggeflogen?

Der Graureiher ist auch da, um sich zu verabschieden.

"Ist Ihnen auch kalt?"
Der Grauhreiher möchte die Frage lieber doch nicht näher erläutern und macht sich lieber in Richtung seines silbernen Kollegen davon.
Grau- und Silberreieher im Flug auf einem gemeinsamen Foto, da kann man sich jetzt nicht beschweren.


Auch ohne Eisvogel bin ich heute sehr zufrieden mit meiner Ausbeute, ich komme mit Sicherheit wieder.

Samstag, 13. November 2021

Neufundland - Routenplanung

Was kann man schöneres machen, als an einem verregneten Novembersamstag den nächsten "Sommerurlaub" mit Option auf Novemberwetter zu planen: Im Mai 2022 soll es nach Neufundland gehen. Frau will Eisberge (und natürlich wie jedes Mal Elche in rauhen Mengen und allen Größen) sehen und der Gatte ist auch nicht abgeneigt, außerdem gilt die Prämisse: Happy Wife, Happy Life.
Nachdem wir uns in den letzten Wochen einen ersten Überblick über die Optionen und Strecken verschafft haben und dann zumnächst einmal in Schockstarre aufgrund der Entfernungen und vielen Möglichkeiten gefallen sind (wir haben dieses Mal nur zwei Wochen geplant, da wir im Spätsommer noch ein wenig in den Dolomiten wandern wollen), haben wir es heute dann doch mal wieder in Rekordzeit geschafft, eine halbwegs sinnvolle Route zusammenzustellen:

Die Zeitplanung sieht wie folgt aus:
 
 
 
Die Streckenlängen haben uns wirklich teilweise überrascht, teilweise sind sie schon - ganz nach unserer Gewohnheit - beliebig lange auf die Küstenstrecken ausgedehnt. Wir denken, wir haben eine ganz gute Mischung aus Fahrtagen (meist mit Stops und viel Landschaft), längeren Aufenthalten zur Erholung und zum Wandern und ein paar Optionen auf Wildlife- und Eisbergsichtungen eingebaut. Wir hoffen, für unseren Geschmack das Beste aus den beiden Wochen rausholen zu können, und gehen jetzt - nachdem die Hotels als Ausgangspunkte und Zwischenstops gebucht sind - in die Detailplanung. Wenns nicht reicht, müssen wir eben auch hier nochmal wiederkommen.