Wie immer sind wir zügig durch Check-in und Sicherheitskontrolle und nach einem kurzen Abstecher in die Parfümerie erreichen wir gegen 9 Uhr zur besten Frühstückszeit die am heutigen Sonntag nicht allzu volle Panorama-Lounge.
Es gibt heute Kaiserschmarrn, Weißwurst und Brezeln, zum Nachtisch noch was Birchermüsli. Damit wären die meisten Alpen-Anrainerstaaten schon beim Frühstück abgearbeitet.
Der 6 Jahre alte A320-200 D-AIWK mit dem blumigen Namen "Weiden in der Oberpfalz" (von 2019 bis 2024 als "Fanhansa" unterwegs) spiegelt sich dekorativ am Gate. Ich hatte schon schlechtere Fotomöglichkeiten der jeweiligen Maschine.
Mehrfach wird durchgesagt, dass der Flug restlos überbucht ist, und man bittet die Leute mehrfach und eindringlich, große Handgepäckstücke einzuchecken, was viele tatsächlich brav auch machen. Wir sind mit unseren beiden handlichen Rucksäcken da nicht betroffen, dafür reizen wir ja das Aufgabegepäck immer fast aus. Den Vogel schießt allerdings eine Familie ab, die mit vier riesigen Taschen und Trolleys, plus Trolleys und Rucksäcken der Kinder ans Gate wandert. Das riesige Handgepäck wird drastisch dezimiert und auch als wir ein paar Leute dahinter boarden, ist die Mitarbeiterin am Gate immer noch fassungslos, wie sie mit der Gepäckmenge durch den Check-in gekommen sind. Bei uns vorne ist es heute sehr entspannt mit dem Gepäck, der Kamera-Rucksack muss wegen der Akkus und Powerbank laut neuen Bestimmungen sowieso unter den Vordersitz, der kleinere Rucksack wandert nebst Jacken ins Gepäckfach.
Nachdem alle angeschnallt sind,
kann es eigentlich losgehen, aber wir stehen dann erstmal noch ein halbes Stündchen am Gate herum, bevor es zur Startbahn geht.
Über eine soeben gelandete Ringelssocke (aka Strandtuch) der Condor hinweg geht es in einer Links-Rechts-Kobination Richtung Norden. Die Karnevalisten unter uns könnten jetzt "Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune, links gute Laune, rechts gute Laune" anstimmen, aber das Publikum hier scheint nicht so richtig in Feierlaune.
Wir fliegen also einfach leise und ohne jegliche Karnevalsstimmung (deswegen verlassen wir ja auch das Land) Richtung Niedersachsen.Zeitnah werden auch die handlichen Speisekarten verteilt.
Wir entscheiden uns beide für den Ziegenkäse mit roter Beete, letztere finde ich ein wenig zu säuerlich angemacht, dem Gatten schmeckt sie aber umso besser. Dafür trifft der Mandarinen-Käsekuchen dann eher meinen (offenbar feineren) Geschmackssinn, dem Gatten ist an dem Kuchen zu wenig Mandarine.
Draußen wird es inzwischen zunehmend winterlich über Norddeutschland, bevor die Wolkendecke undurchsichtig wird. Ich nutze die Zeit und stricke dem Gatten eine Socke bis zur Landung in Oslo. Der Winter hält hier mit Schneefall, was die Wettervorhersage versprochen hat.Das Fangirl in mir winkt freudig einer Icelandair-Maschine zu, bevor es zügig zu unserem Gate geht.
Lobend bleibt zu erwähnen, dass wir weder in Frankfurt noch in Oslo dieses Mal ein Busgate hatten. Auch die Crew war wieder ausgesprochen engagiert und freundlich, was sicherlich auch - wie so oft - an Traudels freundlichem Charakter liegt.Wir füllen erstmal unsere Wasserflasche mit gutem norwegischem Leitungswasser und begeben uns dann - pünktlich zur Ankunft des Gepäcks - zum Gepäckband. Danach aktivieren wir den Oslo-Pass für drei Tage und nutzen diesen direkt, um mit der S-Bahn, die auch nur ein paar Minuten länger zum Hauptbahnhof braucht, als der Flughafenexpress, in die Stadt zu fahren. Traudel wartet geduldig auf den Zug, es ist sehr winterlich hier, aber die hat ja einen warmen Pulli an.
Beim Verlassen des Hauptbahnhofes kommt direkt das Clarion the Hub in Sicht, dass wir unter anderem wegen der Lage am Hauptbahnhof ausgewählt haben.
Wir packen jetzt erstmal ein bisschen aus.
Die Lobby ist stylish und einladend, der Check-in sehr freundlich.
Einziger Wermutstropfen: Als wir Bademäntel ordern wollen, erfahren wir, dass der Spa-Bereich für 2 Wochen geschlossen ist. Immerhin bekommen wir die Bademäntel als Entschädigung umsonst.
Das Zimmer gefällt uns trotzdem.
Besonders dieses Detail an der Wand:Traudel hat also mal wieder eine kleine Urlaubsliebe und einen Lieblingsplatz im Zimmer gefunden.
Die Aussicht ist auch nicht zu verachten, das Wetter ausbaufähig.Wir packen jetzt erstmal ein bisschen aus.






















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