Nachdem wir uns im Zimmer ein wenig häuslich eingerichtet haben, brauchen wir etwas Bewegung und erkunden ein bisschen die Umgebung. Wir laufen am Bahnhof vorbei und lassen die Altstadt heute erstmal links liegen, diese kennen wir ja noch von unserem letzten Besuch und heben sie uns für einen anderen Tag auf.
Vorm Bahnhof bewundern wir ein Denkmal, das offensichtlich daran erinnert, wie Thor 1940 bis 1945 die Nazis mit seinem Hammer besiegt hat. Zumindest ist das meine freie Interpretation aus Hammer, zerschlagenem Hakenkreuz und der Datierung auf der norwegischen Tafel.
Architektonisch ist die Gegend neben Bahnhof und Oper ziemlich neu und interessant.
Neben der ganzen modernen Architektur beeindruckt uns die Metzgerei mit gigantischen Mengen Dry Aged Beef. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt davon.
Blick zum Munch Museum links im Bild.
Ein lustiger Kerl steht vorm Thon Hotel Opera:Jetzt brauchen wir erstmal Fika im Espresso-House - das Mittagessen im Flugzeug war nicht wirklich üppig, und bis zum Abendessen ist es noch eine Weile hin. Willkommen im Norden.
Nach einem Blick ins alte Bahnhofsgebäude führt uns unser Weg direkt ins Hard Rock Café. Man weiß ja nie, wann dieses wieder für immer seine Tore schließt, wenn wir in der Nähe sind. Wäre ja nicht das erste Mal.
Vorm Bahnhof gibt es noch ein schnelles Foto von der Tigerstatue, die Oslo zum 1000jährigen Bestehen geschenkt bekommen hat. Oslo ist in Norwegen wohl auch als "Tigerstadt" bekannt.
Im Hotelzimmer fotografiere ich stolz meine Beute aus dem HRC. Hier gab es endlich mal gleich mehrere schicke Damenshirts. Ich bin für meine Verhältnisse leicht eskaliert. Auch der Gatte hat sich zwei undokumentierte Shirts gegönnt, jetzt hat er auch eines mit Norwegen-Flagge, passend zu den bereits vorhandenen mit Schweden- und Island-Flagge. In Tromsø war das Flaggendesign sehr zu seinem Leidwesen bereits ausverkauft (überflüssig zu erwähnen, dass es dort mal wieder gar keine Damenshirts gab).
Der Einfachheit halber haben wir (auch weil viele Restaurants hier Sonntagabend geschlossen haben) schon länger einen Tisch im Restaurant im 13. Stock des Hotels reserviert und genießen hier die Aussicht mit Schneegestöber bei einem durchaus leckeren Frydenlund Pilsener aus Oslo vom Fass.
Das restliche Restaurant-Erlebnis ist nicht so wahnsinnig überzeugend: Die geteilte Vorspeise mit Schneekrabbe ist sehr lecker, beinhaltet aber etwas wenig Krabbe.
Danach bekommen wir irritierenderweise Brötchen mit Butter, als hätte man diese vorher vergessen. Immerhin sind diese auch gut.
Der Burger überzeugt insbesondere mich leider gar nicht. Das Brioche ist zwar sehr gut, aber das Patty ist meiner Meinung nach qualitativ nicht so, wie ich es in einem solchen Restaurant erwartet und auch schon oft gegessen habe. Irritierend ist das Zwiebel-Bacon-Chutney, es schmeckt zwar ganz gut, aber die kleinen Speckwürfelchen darin wirken oft zäh und erwecken in Kombination mit dem Patty in meinem Mund eher den Eindruck von zähen Stückchen im Patty, als dass ein überzeugendes Bacon-Gefühl aufkommt. Der Gatte ist auch nicht so richtig überzeugt, ihn stört es aber weniger als mich.
Naja, kann passieren. Wir hatten schon so oft Glück mit Burgern, auch in Hotelrestaurants, wir sind heute auch zu müde, uns darüber aufzuregen. Wir genießen lieber noch ein bisschen die winterliche Aussicht vom Hotelzimmer und begeben uns dann zeitig ins Bett.



















































