Montag, 21. September 2026

The missing pieces - Nova Scotia und New Brunswick 2026

Lange war es ruhig hier, da wir dieses Jahr ein wenig Urlaub für das kommende Jahr sparen wollten. Aber ein bisschen muss auch diesen Herbst gereist werden, und so langsam wird es auch wirklich wieder Zeit für einen Urlaub. Für eine relativ kurze, knapp zweiwöchige Tour bietet sich eine erneute Reise die kanadischen Maritimes an. Hier fehlen uns noch ein paar Ecken an der Bay of Fundy, die wir während unserer Rundreise 2018 nur kurz oder gar nicht besucht haben. Das kann man ja nachholen. Damit stand recht schnell eine Route:
Ein passender Berichts-Titel war auch relativ schnell gefunden, natürlich ist "The missing pieces" auch zugleich Songtitel. Es gibt sogar mehrere Popsongs mit dem genannten Titel, Fun Fact: ich kenne keinen einzigen davon.
Auch wenn die Reiseroute verhältnismäßig kurz und unaufwendig ist, hatte ich das Bedürfnis, auch hierfür einen kleinen, persönlichen Reiseführer zu erstellen. Schließlich muss man ja irgendwo die Übersicht über die etwa 50 optional gepanten Wanderungen für die 10 Tage vor Ort behalten.
Der andere Grund war, dass ich vor einiger Zeit spaßeshalber mit Chat GPT herumgespielt hatte und diesen vorab ein Foto von Traudel und dem Reiseelch in den kanadischen Maritimes habe erstellen lassen, das der Gatte und ich einfach so herzig fanden, dass dies das Coverfoto für den Reiseführer sein musste:
Apropos, zwischenzeitlich kamen wir zu dem Schluss, dass der Reiseelch auch mal einen Vornamen braucht. Er heißt Gunnar.
 
Nachdem die Anreise 2018 mit Flug über Toronto und dann wieder gut zwei Stunden zurück nach Halifax ein wenig wie Zeitverschwendung anmutete und Icelandair inzwischen Halifax direkt anfliegt, haben wir uns entschieden, wieder via Island zu fliegen. Hat auch den Vorteil, dass wir auf dem Rückweg wieder einen Zwischenstopp zum lecker Essen und Wolle Kaufen machen können. (Brennivin kaufen darf ich laut Anweisung des Gatten nicht mehr, da ich bei den letzten Besuchen ab und an mal eine Flasche im Duty Free "auf Vorrat" mitgenommen habe und jetzt drei Flaschen von dem guten Stoff im Keller für "man weiß nie, wann man sie mal braucht und wann man wieder nach Island kommt" lagern. Er sagt das reicht.) 
 
Die Flugzeiten sind mit 3,5 Stunden für AMS - KEF und 4,5 Stunden KEF - YHZ absolut entspannt, die dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Keflavík werden wir schon irgendwie rumbekommen. Vermutlich wird der Gatte wieder die Gelegenheit nutzen, auszutesten, wie viele Macarons man bei einem Zwischenstopp in der Icelandair Lounge konsumieren kann. 
Der aufmerksame Leser wird jetzt schon erkannt haben, dass wir mal wieder ab Amsterdam fliegen. Das bedeutet, wir fahren wie so oft schon am Vortag nach Amsterdam und nutzen wieder das im letzen Jahr entdeckte "Park, Sleep and Fly" Angebot des Steigenberger Airport Hotels.
 
Bis letzte Woche Mittwoch lief alles entspannnt und nach Plan, jedoch hat zu diesem Zeitpunkt die Icelandair-Mechanikergewerkschaft ab Mittwoch den 23.09., 00:01 Uhr, einen unbefristeten Streik angekündigt. Der sicherlich auch aufmerksam unser Titelbild studiert habende Leser wird erkennen, dass unser Abflugtag, der 24.09., ziemlich genau in dieses Zeitfenster fallen könnte. Seit diesem Moment befinden wir uns also in einem reiseplanerischen Schwebezustand, wie wir ihn seit unseren Reisen in den besen Corona-Zeiten nicht mehr hatten.
 
Icelandair hat als Reaktion auf die Streikankündigung verkündet, sollte der Streik am 23.09. beginnen, würde man alle Flüge am 23.09. und 24.09. streichen, aber erst dann. Man bot den Passagieren, die auf diese beiden Tage gebucht waren, dennoch vorab eine kostenlose Umbuchung auf einen Zeitraum zwischen 16.09 . und 16.10. an. Bringt uns jetzt nicht so riesig viel, da Halifax nur sonntags und donnnerstags angeflogen wird. Diesen Sonntag konnten wir aus diversen terminlichen Gründen absolut noch nicht fliegen, bei Abflug am Sonntag danach gehen uns zu viele Urlaubstage verloren, und wer weiß, wie unbefristet der Streik letztendlich ist, ob nicht der kommende Sonntag im Worst Case auch noch betroffen ist bzw. was bis dahin alles an Stornierungen "aufgelaufen" ist. 
 
Warum sollen wir auch "auf gut Glück" unseren Reiseplan umwerfen, obwohl der Streik noch gar nicht endgültig feststeht und im Hintergrund wohl auch noch Verhandlungen laufen. Wir entschieden uns also dagegen und suchten stattdessen sicherheitshalber schonmal alternative Flüge heraus, auf die uns Icelandair im Falle eines Streiks umbuchen könnte. Denn wenn Mitarbeiter ihres eigenen Unternehmens streiken, sind sie verpflichtet, uns auf alternative Flüge umzubuchen oder diese zumindest zu erstatten, auch sind sie dann schadenersatzpflichtig, wenn sie uns nicht wie geplant befördern. Das Angebot zur frühzeitigen selbsttätigen Umbuchung ist aus unserer Sicht nur der Versuch, den oben genannten Verpflichtungen zu entgehen, und da viele Wege nach Halifax führen, lassen wir es dann mal darauf ankommen.
 
Seitdem verfolgen wir also gespannnt die Isländischen Nachrichten, was dank Google Translate auch trotz meiner weiterhin eher geringen Isländischkenntnissen kein Problem ist. Immerhin weiß ich jetzt, dass Streik auf Isländisch "verkfall" heißt. Die derzeitige Informationslage schwankt zwischen "man verhandelt nicht", "man verhandelt, aber kommt zu keiner Einigung", "man verhandelt gut", "man kann sich nicht einigen" und "man verhandelt mit staatlichem Schlichter", aber wenn man zu keiner Einigung kommt, wird gestreikt. Ok, so weit waren wir schon letzten Mittwoch. 
 
Zwischenzeitlich läuft die isländische Tourismusindustrie Sturm, da sie wohl schon jetzt großen Schaden durch eine Umuchungs- und Stornierungswelle aufgrund der Streikankündigung hat, und man bittet den Staat, einzugreifen und den Streik zu verhindern. Über staatliche Eingriffe in Streikmaßnahmen kann man sicherlich beliebig streiten, ich fasse hier nur die aktuellen Fakten zusammen, wie sich die Lage für uns entwickelt. Stand gestern Abend war kurz zusammengefasst: Es laufen noch Schlichtungsgespräche, möglicherweise greift die Regierung ein, möglicherweise einigt man sich noch und möglicherweise streikt man auch erst ab 25.09.
 
Für uns bedeutet das jetzt erst einmal nur, dass wir auf alles gefasst planmäßig am 23.09. nachmittags nach Amsterdam reisen werden, dann immerhin schon mit dem Wissen, ob der Streik dann schon begonnen haben wird oder nicht. (An dieser Stelle überkommt mich zunächst aber eine tiefe Dankbarkeit für die Möglichkeiten der deutschen Sprache, zukünftig vergangen sein werdende Ereignisse mit derartig wunderbaren Formulierungen ausdrücken zu können.)  So oder so, wenn ja, werden wir noch am Mittwoch versuchen, uns von Icelandair auf unsere bereits ausgesuchten Alternativflüge umbuchen zu lassen oder - wenn sie es nicht fristgerecht tun - selbst umzubuchen. Wenn wir Glück haben, war es mal wieder nur sehr viel heiße Luft, und wir kommen am 24.09. um einen Streik herum.
 
Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir es also quasi mit "Schrödingers Flug" zu tun: Bis zum 23.09., 00:01, findet der Flug gleichzeitig statt und nicht statt. 
Wir werden sehen. 
Unser Urlaub beginnt jedenfalls mit einem ordentlichen Cliffhanger und der Spannungsbogen für den geneigten Leser (und leider auch für uns) ist dieses Mal ziemlich hoch.
Ich werde - natürlich - berichten. 

Dienstag, 24. Februar 2026

I don't feel like dancin' bei der Rückreise und beim Fazit.

Wir genießen noch einmal das üppige Frühstück, ab morgen gibt es wieder die üblichen Brötchen mit Käse und selbstgemachter Marmelade. Wie ich neulich gelernt habe, ist man wohl alt, wenn man strickt und Marmelade kocht. Da Essen ja bekanntlich der Sex des Alters ist, wäre die Rechtfertigung dafür also auch mal korrekt hergeleitet.
Ich gönne mir nochmal mein "Urlaubsbrot de luxe", der Gatte lässt sich ein leckeres Omelette braten.

Die Pancakes und ein paar Vitamine dürfen auch nicht fehlen, wenn letztere schon jeden Tag schön aufgeschnitten seriert werden.
Auch zu einem Müsli-Contest lassen wir uns nochmal hinreißen.

Kuchen und Teilchen gibt es zu Hause auch eher selten, ich gönnne mir noch ein paar.
Danach packen wir unsere letzten Sachen zusammen und auch Traudel fällt die Trennung vom Bären erstaunlich leicht. Man war sich zwar sympathisch, aber der Altersunterschied war vielleicht doch ein wenig groß. Immerhin war es dieses Mal nicht so dramatisch wie bei den coolen Langhaar-Ziegen damals auf der Seiser Alm, da hat sie deutlich mehr getrauert.
Zum Glück hat es über Nacht nochmal gefroren, und so müssen wir die Koffer nicht durch knietiefen Matsch den kurzen Weg zum Bahnhof ziehen. Alternativ hätten wir uns im Notfall aber auch irgendwie durch die U-Bahn-Station schlagen können.
Am Flughafen geht es zügig in die sehr geräumige SAS-Lounge. Das Essens- und Platzangebot ist durchaus gut, die Getränkeauswahl ist eher so naja. Immerhin haben wir noch die Gelegenheit, "Villa Champagne Soda" zu probieren. Es handelt sich um eine süße Limonade, die Champagnergeschmack nachempfunden sein soll. Geschmacklich hat er einiges zu bieten, aber nichts mit Champagner gemeinsam, eher mit Red Bull oder Kinderhustensaft. Beides nicht meine favorisierten Geschmacksrichtungen. Der Gatte trinkt ihn pflichtbewußt und findet ihn laut eigener Aussage "gar nicht so schlimm". Ich esse ein paar Waffeln und Knäckebrot mit Käse, um den Geschmack loszuwerden und da ich ja inzwischen weiß, dass mir ein leerer Magen beim Fliegen so gar nicht bekommt.
Nachdem die Stimung in der Lounge gegen null tendiert, da Schweden im Langlauf-Massenstart auf der Langstrecke doch tatsächlich Norwegen besiegt hat (was natürlich in mehreren TV-Ecken verfolgt wurde), begeben wir uns zum Boarding. Heute haben wir einen A320 Neo mit der Kennung D-AINZ und dem blumigen Namen Neubrandenburg "gewonnen". Schade, wenn schon ein Neo, hätte ich doch gerne meiner Ligamannschaft zum Aufstieg noch den Neo mit unserem Vereins-Standort geboten. Es hat nicht sollen sein.

Beim Start versuche ich noch ein schnelles Handyfoto des SAS A319 in Retro Liverey, es gelingt eher leidlich.
Die Soundeffekte des Neos beim Start vermitteln ein ausgesprochen wertiges Gefühl... nicht. Die Inneneinrichtung kracht und knirscht, als würden sich diverse Plastikteile heftig verschieben. Nicht beunruhigend, aber irgendwie lästig.


Noch ein paar letzte Blicke auf die Winterlandschaft, bevor es durch die Wolken geht und wir Essen serviert bekommen. Wir haben beide den Thunfisch gewählt. Die Qualität ist durchaus in Ordnung, leider habe ich das gleiche Geschmacksproblem wie auf dem Hinflug, und mir ist das Ganze viel zu säuerlich angemacht. Soll vielleicht Leichitgkeit vermitteln, ich bin dafür im Flugzeug offenbar zu säureempfindlich. Der Gatte freut sich über eine zweite Portion von mir, und ich verhungere auch nicht  wirklich, da ich ja in weiser Voraussicht in der Lounge noch ein bisschen was gegessen habe.
Mit einem schönen Blick auf die Innenstadt von Frankfurt landen wir überpünktlich auf der Startbahn Nordwest.
Da der Flieger danach nach Baku weitereist, bekommen wir zwar ein richtiges Gate am Terminal, allerdings im Non-Schengen-Bereich. Daher dürfen wir trotzdem mit dem Bus zu einem Schengen-Gate fahren. In den Genuss kamen wir schonmal in  Frankfurt.
Das Gepäck kommt halbwegs zügig, aber ohne nachvollziehbares System. Zunächst kommt die am Automaten eingecheckte Schuhtasche, einige Zeit später der danach am Schalter eingecheckte Koffer des Gatten (er war mal wieder zu schwer für den Automaten, aber zumindest wollte man dieses Mal keine Gebühren, da wir nur mit Lufthansa direkt geflogen sind) und als letztes mein gleichzeitig mit der Schuhtasche am Automaten eingecheckter Koffer.
Auf dem Weg zum Auto bekomme ich Frittengeruch in die Nase, was zu unserer Abendessensauswahl nach Rückkehr führt: Wir gehen in die örtliche Braustube, es gibt Spareribs für den Gatten, Gyrosteller für mich. Dazu natürlich Fritten. Das Kölsch vom Fass schmeckt eigentlich sehr ähnlich wie das, was wir als Pilsner gestern noch in Norwegen konsumiert haben. Ob das für eines von beiden ein Qualitätsmerkmal ist, darüber kann man sicherlich streiten.

Seht Ihr wenigtens auch mal was anderes aus unserer dörflichen Kulinarik als die sonst übliche Heimkehrer-Pizza.
 
Unser Fazit ist jedenfalls, dass Oslo im Winter als Stadt defintiv eine längere Reise wert ist. Die Möglichkeiten, mit öffentlichem Nahverkehr nach draußen in die Natur und bei Bedarf auch zum Wintersport zu kommen, haben wir so noch in keiner Stadt erlebt.
Essen und Getränke haben das übliche nordische Preisniveau, das weiß man halt vorher. Geschmeckt hat das meiste trotzdem.
Mit dem Clarion - The Hub waren wir sehr zufrieden. Obwohl es sich um das größte Hotel Norwegens handelt, hatten wir ein sehr ruhiges Zimmer in einer etwas verschachtelten Ecke im Altbau, was den Vorteil hatte, dass man auch die Fenster mal zum Lüften öffnen konnte (wenn sie gechlossen waren, waren sie noch dazu sehr gut schallisoliert). Lediglich der so gut wie nicht vorhandene Stauraum in den Schränken sowie die sehr dunkle Beleuchtung im Zimmer waren ein Störfaktor. Das Frühstück war aufgrund von Größe und Auswahl hervorragend, auch die Qualität der angebotenen Speisen war gut. Der gigantische Frühstücksbereich ist in viele kleine Sitzbereiche abgetrennt, so konnte man sich immer in einen ruhigeren Bereich zurückziehen, wenn es sehr voll war. Schade war, dass der SPA-Bereich während unserers Aufenthalts geschlossen war, was vorab nicht kommuniziert wurde. Vermutlich wären wir aber aufgrund der Lage trotzdem bei unserer Hotelwahl geblieben.
Nahverkehr in Oslo ist absolut unkomplliziert, man kann sich mit der Ruter-App alle Strecken incl. Preisniveau und Abfahrtszeiten anzeigen lassen und dann wahlweise den Oslo-Pass nutzen, der alle gängigen Zonen incl. Holmenkollen und Flughafen abdeckt, oder in der App direkt ein Ticket kaufen. Der Oslo-Pass beinhaltet zusätzlich noch freien Eintritt in diverse Museen, was wir - wie üblich - kaum genutzt haben. Wir waren lieber draußen unterwegs. Gelaufen sind wir daher in der Woche von Sonntag bis Sonntag knapp 125 km.  Den Füßen geht es erstaunlich gut damit.
Danke Euch fürs Mitreisen und wir freuen uns schon aufs nächste Mal! 

Sonntag, 22. Februar 2026

I don't feel like dancin' auf Bygdøy

Wir wollen heute nochmal ein bisschen laufen, also gibt es ausgiebig Frühstück. Natürlich.
Ich dokumentiere die Highlights:


Draußen ist es noch sehr grau, die Wetter-App sagt neblig, aber es soll am Nachmittag aufreißen. Auch die Wetterexpertin in mir sagt voraus, innerhalb der nächsten Stunden wird sich der Nebel lichten, also fahren wir schonmal mit der Bahn in Richtung Bygdøy. Auf dem Weg zum Bahnhof kämpfen wir uns dank gestrigem Schneefall und heutigen Temperaturen knapp über Null durch gefühlt knietiefen Schneematsch.
Auf Bygdøy wäre als Schlechtwetterprogramm noch ein Museumsbesuch auf die am frühen Nachmittag ablaufende Oslo-Card geplant gewesen. Da das Wetter aber Aussicht auf Besserung verspricht und es schön verschneit ist, entscheiden wir uns für eine Umrundung der Halbinsel zu Fuß.
Gleich zu Beginn sehen wir ein paar Rehe. Elche hätte ich hier jetzt auch keine erwartet, obwohl einen Tag nach unserem Besuch auch am Holmenkollen eine Mutter mit Jungen gesichtet wurde.
Noch ist es sehr grau, aber wir laufen jetzt sowieso erstmal ein Stück durch den Wald, da stört das nicht weiter.
Wie es sich in Norwegen gehört, gibt es auch hier ein paar kurze, kräftige Steigungen.
Als wir uns zum ersten Mal dem Meer nähern, ist die Aussicht noch eher mystisch, aber die Sonne kämpft sich so langsam durch den Nebel.
Dafür spiegelt es sich hier schön im ruhigen Wasser.
Wir gehen weiter und so langsam reißt der Himmel auf.
Der langsam aufklarende Himmel mit dem Dunst über dem Wasser ist ein ausreichend schönes Motiv, die Kamera nochmal auszupacken. Ich sollte sie so schnell auch nicht wieder weglegen.




Wir wandern weiter durch den verschneiten Wald.


Am Christian August Denkmal vorbei nähern wir uns wieder dem Meer.
Wenig überraschend, dass dieser wunderschöne Ort "Paradiesstrand" genannt wird.




Der Reiseelch genießt die Aussicht und lässt sich die Sonne auf die Nase brennen. Wir auch.


Wer hätte gedacht, dass es heute noch SO schönes Wetter wird. Und das auch noch satte zwei Stunden früher, als im Wetterbericht vorhergesagt. Uns ist ein bisschen warm in unseren Winterklamotten, aber wir beklagen uns nicht.
Da Samstag ist, genießen auch einige andere das schöne Wetter, allerdings scheinen hier fast nur Einheimische unterwegs zu sein, viele davon mit Hunden. Touristen sind hier so gut wie nicht unterwegs.




So langsam tauchen auch die Berge aus den Wolken auf.

Am Ufer finden sich ein paar schöne Motive aus schwarzen Felsen, Schnee und Eis.


Die Spiegelungen im ruhigen Wasser bei Gegenlicht sind mindestens genauso schön zu fotografieren.


Wir kommen hier nur sehr langsam voran, es gibt so viel Schönes zu sehen und zu fotografieren. Auch die Sonne lässt sich hier am Strand einfach gut genießen. Vielleicht ist uns auch einfach zu warm, um schneller zu gehen.

Auch das Schilf mit der Sonne ist noch ein schönes Motiv.
Offenbar hat man auch in Norwegen inzwischen den Adirondack-Chair entdeckt, hier stehen diverse große herum.
Auch ein rotes Haus darf hier natürlich nicht fehlen.
Im Dunst macht sich die Fähre nach Kiel auf den Weg. 

Immer wieder finden sich schöne winterliche Motive.
Der Weg führt uns wechselweise durch Wohngebiete, Park und am Meer entlang. Wir genießen unseren letzten Tag in Oslo und das schöne Wetter sehr.



So langsam nähern wir uns wieder dem Übergang zum Staadteil Skøyen, wo wir am Bahnhof logelaufen sind. Bis dahin genießen wir noch den Blick auf einen Yachthafen, Eisschollen und die Oscarhalle.


Wir passieren auch noch einen kleinen Tümpel, der den Weg halb überflutet hat. Warum, können wir nicht ergründen. Zum Glück ist alles halbwegs gefroren, und wir sinken nicht knietief im Schlamm ein.
Es geht noch ein Stück durch verschneiten Wald, 
...dann wieder am gefrorenen Meer entlang.

Für ein kurzes Stück wird es auch nochmal ein bisschen abenteuerlich mit Felswand und Geländer zum Festhalten.
Noch ein paar Eisschollen,
Anstiege im Wald,
und eine Bucht mit Schilf später...

...erreichen wir nach fast 9,5 km wieder den Ortsteil Skøyen, wo es glücklicherweise eine Bäckerei für eine Fika gibt, denn ich bin mal wieder am Verhungern.
Es gibt einen Zimtknoten mit Puddingfüllung und einen Pistazienknoten.
Wir fahren mit der Bahn zurück zum Hauptbahnhof und gönnen uns ein Stündchen Pause im Hotel, bevor wir uns mt einem Umweg auf zum Abendessen machen. Eine Sehenswürdigkeit wollen wir uns nämlich heute noch anschauen.
Er  ist es nicht, aber er sitzt so nett vor der Universität herum.
Unser Ziel ist der Stadtteil Tullinløkka, wo in einer Passage auch nochmal schöne Lichter zu bewundern sind.





Hübsch anzusehen das Ganze, auch die Lichter, die in einer Ecke noch über der Straße hängen.
Wir spazieren ein bisschen umher und erfreuen uns an den Lichtern.

Letztendlich treibt uns aber der Hunger und unsere Tischreservierung zurück Richtung Aker Brygge. Wir kommen noch an einem Teil der Universität vorbei.

Wir wiederholen usn auch heute bei der Restaurant-Auswahl, denn auch im Fish Me hat es uns so gut geschmeckt und gefallen, dass wir uns noch ein bisschen weiter durch die Karte probieren wollen. Als Vorspeise gönnen wir uns kleine Waffeln mit Sourcream und Løyrum, einem Fischrogen, der nur in Norbotten "geerntet" wird und dessen Name daher EU-weit geschützt ist.
Als Hauptgericht nehme ich heute Halibutt, der Gatte die Seafood-Pasta. Beides ist hervorragend.
Beim Nachtisch tauschen wir im Vergleich zum letzten Besuch einfach die Rollen.
Das war jetzt ein hervorragender Abschluss für einen wunderschönen letzten Tag in Oslo.
Die Uhr zeigt auch mal wieder 20 km.