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Donnerstag, 9. Juli 2020

Auf der Flucht - Iceland is open! 05.07.2020: Rückreise

Die Rückreise ist schnell erzählt:
Um 4 Uhr klingelt der Wecker, wir fallen mehr oder weniger aus dem Bett, packen unser restliches Gepäck zusammen und fahren die 40 km zum Flughafen. Gegen 5:15 geben wir den Mietwagen, wie bisher immer in Island (entgegen vieler anderslautender Berichte) schnell und problemlos zurück und lassen uns von dem überraschend freundlichen Fahrer von Procar zum Flughafen fahren. In der Priority-Lane geht es schnell durch Check-in und Sicherheitskontrolle. Auch hier ist es im Vergleich zu sonst extrem leer.
Wider Erwarten haben wir sogar noch Zeit für ein gemütliches Frühstück in der Lounge. Auch hier ist das Angebot zwar etwas eingeschränkt, aber es gibt ein ganz normales kleines Buffet. Nur das leckere Popcorn vermisse ich diesmal. Wir machen uns auf den Weg zum Gate und dafür, dass hier normalerweise um 7 Uhr absoluter Hochbetrieb mit ellenlangen Schlangen an allen Gates herrscht, da die Flüge aus Nordamerika in der Regel zwischen 6 und 7 Uhr ankommen und die Flüge Richtung Kontinentaleuropa üblicherweise zwischen 7 und 9 Uhr abfliegen, ist es auch hier gespenstisch leer.
Trotz allem kommen wir heute tatsächlich auch noch in den Genuss einer Boeing 767-300, was das Abstand-Halten natürlich noch einmal für alle Beteiligten deutlich erleichtert. Die TF-ISN mit dem blumig-isländischen Namen Svörtuborgir wartet bereits am Gate.
Das Boarding geht zügig, die Maschine ist maximal zur Hälfte gebucht, in der Saga-Class sitzen wir gerade mal zu sechst auf 25 Plätzen. Diesmal ist - im Gegensatz zum Hinflug - auch das WLAN an Bord aktiviert. Wir starten pünktlich in Richtung Norden und drehen über Reykjanes mit Blick auf die Blaue Lagune in Richtung Südosten.

Als die Snacktüte überreicht wird, befinden wir uns schon im Halbschlaf, daher gibt es hiervon keine Fotodokumentation mehr. Es war ein etwas labberiges aber gut gewürztes Laugeneck mit Truthahn (das wir dann auf der Heimfahrt im Auto "abgefrühstückt" haben) sowie einen Becher Vanille-Skyr und eine winzige Bio-Karamellwaffel. Für die Heimfahrt wars ausreichend. Der Flug ist mit 2h 34 min im Vergleich zur Flugzeit nach Frankfurt und dank Rückenwind extrem kurz. Wir verschlafen ihn auch weitgehend. Die Landung bei heftigem Gegenwind in Amsterdam ist für isländische Piloten natürlich auch kein Problem. Diesmal funktioniert sogar das Priority-Gepäck, und als erste verlassen wir den Flughafen. Zum Glück bleibt uns diesmal die halsbrecheriche und für mich folgenschwere Busfahrt zum Parkhaus erspart. Es ist zur Zeit nur P6, das Valet Parking direkt am Terminal, geöffnet. Ich chauffiere uns wieder gemütlich die knapp 300 km nach Hause, nach Island stört einem auch die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Niederlanden nicht mehr wirklich, und so endet unser sponaner Kurztrip auch schon wieder (bei fast isländischen Windverhältnissen und Regen).

Mittwoch, 1. Juli 2020

Auf der Flucht - Iceland is open! 30.06.2020, Teil 1

Weil alles ganz schnell gehen muss (irgendwie sind unsere Island-Urlaube immer unweigerlich mit Spontanität und ein wenig Hau-Ruck-Aktion assoziiert), sitzen wir heute auch schon im Auto und fahren dank der Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h gemütlich nach Amsterdam.

Am Flughafen Schiphol erwarten uns gespenstisch leere Terminals, die es einem aber immerhin leicht machen, abstand zu halten.


Der Check-in verläuft für uns schnell und reibungslos, obwohl nur zwei Schalter besetzt sind und einige Reisende ihr COVID19-Einreiseformular für Island noch nachreichen müssen. Wider Erwarten ist sogar die Aspire Lounge 26 in Schiphol geöffnet ... und ebenfalls leer.

Das Buffet ist eher mager, immerhin bietet man uns an, frische warme Suppe zu servieren. Das nehmen wir gerne an, da wir nicht wissen, ob uns der von Icelandair angekündigte Snack wirklich über einen dreistündigen Flug rettet.

Unsere Maschine, die TF-FIX mit dem schönen Namen "Hengill"

ist erstaunlicherweise zu etwa 2/3 gefüllt. Das Boarding erfolgt streng nach Reihen in kleinen Gruppen. Als Service gibt es eine abgepackte Mahlzeit für die Saga-Class,

in der Economy gibt es nur eine Flasche Wasser. Icelandair bietet hier aber auch sonst nur Mahlzeiten zum Verkauf an. Vorbei an wenigen aktiven und vielen geparkten und überwiegend blauen Flugzeugen rollen wir zur Startbahn.





Irgendwie passen die Saga-Class Sitze und mein Körper hervorragend zusammen und so falle ich - wie auf fast jedem bisherigen Flug mit Icelandair - in einen recht erholsamen zweistündigen Nachmittagsschlaf. Eine knappe Stunde vor Landung erwache ich mit einem leichten Hungergefühl und bin angenehm überrascht von dem abgepackten Snack:

"Mosi" entpuppt sich überraschenderweise als sehr leckerer Ruccolasalat mit Kirschtomaten und gebratenem Kürbis und auch die Hähnchenbrust dazu schmeckt deutlich besser als sie aussieht. Die außerdem in der Snacktüte befindlichen Knabbereien werden uns auf unseren Ausflügen sicherlich auch noch gute Dienste leisten.
Zwischenzeitlich haben wir sogar ein wenig Aussicht auf den "Unaussprechlichen", der vor einigen Jahren den europäischen Flugverkehr lahmgelegt hatte.
Geradezu unschuldig ruht der Eyafjallajökull unter seiner Gletscherdecke und schon landen wir, natürlich wie es sich für Island gehört, bei 10 Grad und leichtem Regen in Keflavik. Auch hier viele geparkte Flugzeuge, unter anderem auch die Icelandair Jubiläumslackierung. Die Hekla Aurora im Nordlicht-Design scheint allerdings schon wieder unterwegs.

Unmittelbar nach der Landung (das Deboarding erfolgt wieder in Kleingruppen streng nach Reihen) kommen wir noch in den Genuss eines COVID19-Tests, den Island alternativ zur zweiwöchigen Quarantäne anbietet. Schnell und unspektakulär (es gibt wahrlich schlimmeres) werden zwei Proben entnommen, das Ergebnis wird uns noch am selben Abend über die isländische Corona-App mitgeteilt. Da wir  erwartungsgemäß negativ getestet sind, dürfen wir uns seitdem in Island mit minimalen Sicherheitsvorkehrungen bewegen. Die Mietwagenabholung ist wiedr recht unspektakulär, wir werden aufgefordert, einfach alle Schäden zur Dokumentation fotografieren. Wir erhalten einen Suzuki Vitara mit erstaunlichen 119500 km auf der Uhr und das auf so einer kleinen Insel. Soll uns für 5 Tage egal sein, er fährt anständig und Reifen und Bremsen sind in Ordnung.

Zwischenzeitlich ist es 17 Uhr und wir entscheiden uns, noch ein wenig die Halbinsel südlich des Flughafens zu erkunden, das kam beim ersten Urlaub ein wenig zu kurz. Dazu mehr in Teil 2.

Samstag, 2. März 2019

Winter we're coming. Gesammelte Werke aus Lappland (1)

Nach frühlingshaften knapp 20 Grad und der inoffiziellen Eröffnung der Außensaison auf dem Bogenplatz letzte Woche wurde es nun endlich Zeit für eine Runde richtigen Winter. Da sich "Winter is coming" in unseren Breiten ja bis auf einige Schneetage stark in Grenzen hielt und inzwischen sogar die Allergiesaison begonnen hat, waren wir froh, schon im November die diesjährige Karnevalsflucht nach Lappland geplant zu haben. Nach einem kurzen Schreckmoment in der vergangenen Woche, wo die Wettervorhersage plötzlich 2 Tage Plusgrade und Regen in Ivalo verkündete, sank das Thermometer in den letzten Tagen wieder auf klirrende -15 bis -20 Grad, so dass wir nun vorfreudig verkünden konnten "Winter, we're coming.".

Da ich hier gerade keine Möglichkeit habe, meine Fotos zu bearbeiten, werde ich zunächst mit den unbearbeitet brauchbaren Fotos mehr oder minder live berichten, um dann im Nachgang noch ein paar bearbeitete Fotos in noch mehr oder minder chronologischer Reihenfolge anzuhängen.

Aber fangen wir zunächst von vorne an.

Samstag, 02. März 2019
Same procedure... wir liefern den Hund bei der Urlaubsbetreuung ab und lassen uns zum Dank für die Hundeüberlassung von meinem Vater zum Flughafen fahren.

Irgendwie gibt es nichts spannendes hier zu berichten, Check-in verläuft reibungslos, die Panorama Lounge hat wochenends geschlossen und die Lounge in Gate-Nähe ist überfüllt. Für ein kleines Frühstück reichts jedenfalls, mal sehen, was uns die mehr oder minder frisch gebackene 5 Sterne Airline dann noch an Bord servieren wird. Wer keine Mainstream-Ziele anfliegt, kommt auch bei LH auf der Homebase in den Genuss des Busboardings und so gibt es auf dem Weg zum 22 Jahre alten A 319 mit der Kennung D-AILK noch eine Flughafenrundfahrt gratis dazu. Immerhin hat er schon die neue Lackierung, sogar im "richtigen", blauen Blau. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich bei so vielem streiten.

Dafür überrascht die Speisekarte angenehm, die Flugzeit ist in der Tat lange genug um eine warme Mahlzeit zu bekommen und man serviert schon Mittagessen statt Flugzeugrührei.

Frau ist angetan, auch weil Mann Ihr erstmal bei der Getränkerunde ein Gläschen Sekt ordert.

So reist es sich mit Stil zum Winter.

Nach einem sehr wolkenreichen Start sehen wir zum ersten Mal irgendwo zwischen deutscher Ostseeküste und Dänemark Land und gleich darauf schöne Wolkenformationen.
Kurz darauf gibt es essen, zur vollständigen Dokumentation nimmt mein Mann den Fisch
und ich das Huhn.
Wir sind beide vom Geschmack angenehm überrascht, ich bin versucht es als eine meiner bisher besten Flugzeugmahlzeiten zu betiteln.

Bis auf ein paar leichte Turbulenzen verläuft der Flug ereignislos, wir haben eine freundliche motivierte Crew die uns bestens versorgt, und draußen wird es langsam immer winterlicher.


Dem Technikfreak in mir bietet sich außerdem ein toller Blick auf Triebwerk und Tragfläche, was frau natürlich gleich im Foto
und Video von der Landung in Ivalo dokumentieren muss.
So sind wir also gut beim Winter angekommen, bei kuschligen -15 °C und traumhaftem Wetter. Da lässt frau sich doch gleich noch zu einem Flugzeugfoto hinreißen.
So haben wir uns das vorgestellt.

Donnerstag, 13. September 2018

Go West, aber nicht so weit! 07./08.09.2018

Halifax - Toronto - Amsterdam - @Home

(oder auch: die Rückreise)

Gegen halb 10 verlassen wir unser Hotel und fahren direkt nach Darthmouth zur Mic Mac Mall. Dort haben wir nämlich vorgestern auf dem Weg nach Halifax ein "The Bay" gesehen und dort gibt es die Jeans, die frau passen. Also warum nicht noch ein bisschen Shopping, bevor es zum Flughafen geht. So einen halben Tag kann frau das ja mal ertragen. Aber erstmal: Frühstück.
Ich werde es vermissen. Vielleicht sollte ich mal über Jobalternativen nachdenken und die erste deutsche Tim Hortons Filiale eröffnen. Geographen können ja bekanntlich alles...

Nach dem Frühstück bummeln wir durch das Einkaufscenter und ich wühle mich (ausnahmsweise mal) durch die Sonderangebote zu End of School, End of Summer, Start of Autumn, Labour day ist gerade vorbei...
Wie immer finde ich aber nichts, was passt oder gefällt. Nur bei den Jeans werde ich fündig, muss auch sein, die bekomme ich in Deutschland irgendwie nicht. Apropos Deutschland, shoppen bei "The Bay" bringt einem in Kanada kurz vor der Heimreise immer irgendwie auf den Boden der deutschen Tatsachen zurück. Der Service dort ist für kanadische Verhältnisse sowohl was Freundlichkeit, als auch was Personaldichte angeht, nicht vorhanden, heißt, auf dem Niveau von Kaufhof in Deutschland oder noch darunter. Zumindest habe ich es bisher bei allen Besuchen bei "The Bay" so erlebt. Schadet ja nicht, so als "Wiedereingliederungsmaßnahme" für die Heimreise. So riesig ist das Einkaufscenter auch ansonsten nicht, und frau verliert ja bekanntlich beim shoppen auch recht schnell Geduld und Motivation, wenn es nicht wenigstens irgendwo was "handfestes" (wie Bögen, Gartengerät oder Küchengeräte, wenn es sein muss auch Tiernahrung oder Topfflanzen) zu kaufen gibt. Also bleibt uns nur, gemütlich zum Flughafen zu fahren und uns endgültig von der Hoffnung auf Elchbegegnungen im diesjährigen Urlaub zu verabschieden.

Auch von unserem wirklich komfortablen Ford Edge verabschieden wir uns, die Mietwagenrücknahme verläuft - wie bisher immer bei Alamo - vollkommmen unproblematisch. Schade, dass er nicht ins Gepäck passt, sonst hätte ich ihn glatt mitgenommen.
Wir geben unsere Koffer auf, die jetzt doch ein paar Kilo mehr haben, als auf dem Hinflug, aber wir haben immer noch Luft nach oben. Jetzt muss sich frau noch schnell mit ein paar Ahornkeksen, Ahornschokolade und Ahorntee eindecken, danach begeben wir uns in die Maple Leaf Lounge. Diese (wir fliegen ja inländisch zunächst nach Toronto, ich wage aber zu bezweifeln, dass es auf diesem kleinen Flughafen mehrere Lounges gibt) ist relativ klein und eher unspektakulär. Aber das Highlight sollte ja in Toronto noch kommen. Also nur ein paar nicht weiter dokumentierte Kleinigkeiten (Suppe, Nachos, Cookies und kalte Getränke) gegen den kleinen Hunger zwischendurch konsummiert und aufs Boarding gewartet. Nach der uralten (nicht so alt wie sie aussah) Embraer 190 vom Hinflug haben wir jetzt die Ehre, mit einer gerade mal zwei Monate alten Boeing 737 Max 8 (C-FSOC) zu fliegen. Diese kommt aus London, da Air Canada inzwischen die Strecke YHZ - LHR mit der 737 Max fliegt. Die 737 Max hat in der Business Class sehr bequeme, breite, allerdings keine Lie Flat Sitze. Für die gut zwei Stunden Flug nach Toronto super bequem, ob ich einen Nachtflug nach London damit bestreiten wollen würde, bin ich mir nicht sicher, dazu hätte ich mal die volle Neigung und Tauglichkeit als Schlafposition austesten müssen, da war mir allerdings nicht nach, ich war anderweitig beschäftigt:
Zunächst musste ich noch ein wenig die wunderbare Aussicht genießen, Halifax verabschiedet uns nämlich noch einmal mit Traumwetter.
Auch ansonsten bieten sich, bevor leichte Bewölkung aufzieht, noch ein paar sehr schöne Ausblicke auf bekanntes und unbekanntes. (Aus Platz- und Motivationsgründen, ab hier setzt doch eine leichte Urlaubsenddepression ein, gibt es in diesem Beitrag nur noch Handyfotos.)

Schöne Spiegelungen

Es mäandriert so schön!

 Digby Neck und Annapolis Valley

Überflug Saint John mit Blick nach Südwesten

Es werden die am besten temperierten warmen Nüsschen auf all meinen bisherigen Flügen gereicht, offenbar hat die 737 max ein hervorragendes Nüsschen-Temperationsgerät.
Als Hauptspeise haben wir die Wahl zwischen "irgendwas mit Huhn" (mein Foto von der Speisekarte ist leider völlig unscharf) und Käseravioli mit Tomaten Basilikumsoße, Spinat (ich glaube eher, es war Grünkohl) und Mozarella (sehr lecker), Grünkohlsalat (nicht probiert, den vertrage ich nicht) und Karottenkuchen (ebenfalls lecker).
Außerdem gönne ich mir als seichte Nachmittagsunterhaltung den dritten Teil von Mazerunner, der ziemlich genau in die Flugzeit passt.

Und da wären wir wieder. Ziemlich dunstig, aber wenigstens mal kein Gewitter in Toronto.
Bei der Landung erfreut sich frau noch an einer Air Canada B777-333 C-FIUR
und das Kind in mir an einer Westjet B737-8 in Disney World Liverey (C-GWSV).

Nachdem wir wie immer zügig das Flugzeug verlassen haben, begeben wir uns zum letzten Highlight unseres Urlaubs, der Air Canada Signature Suite, die ein exklusives Loungeerlebnis nur für zahlende Business Class Kunden gebucht auf Interkontinentalflügen von Toronto aus bieten will. Durch die Zugangsbeschränkung auf bestimmte Tickets soll eine Überfüllung der Lounge vermieden werden, momentan testet man dies aus, um dann die Zugangskriterien noch anzupassen. Ich bin bezüglich des Erlebnisses "AC Signature Suite" ein wenig zwiegespalten.
Positiv ist auf jeden Fall das reichlich vorhandene und unglaublich freundliche Personal sowie die wirklich hervorragende Speisen und Getränkeauswahl. Sowohl die Speisen am Buffet sehen sehr gut aus (probiert haben wir nur ein paar Antipasti, da wir noch einige Gerichte von der Karte im Restaurantbereich testen wollen).
Auch die Gerichte im Restaurantbereich sind sehr gut, die Portionen, insbesondere die Vorspeisen sind allerdings recht klein, was widerum den Vorteil hat, dass man getrost auch mehrere probieren kann. Man wird auch dazu eingeladen, sich auch gerne während der Zeit im Restaurantbereich zusätzlich am Buffet zu bedienen. Wir probieren beide die Vorspeise mit Tintenfisch, ich nehme außerdem den Salat mit Buttermilchdressing und kandierten Pekanüssen und mein Mann die Shortrib. Danach widmen wir uns noch einer ausgiebigen Nachtischverkostung, beide nehmen wir das Panna Cotta mit Rhabarber und Crisp und ich teste außerdem noch das Pistazieneis. Der Nachtisch hat es auch als einziges aufs Bild geschafft. Die Gier halt wieder...
Warum bin ich also dennoch zwiegespalten bei unserem Loungebesuch? Nunja, aus meiner Sicht geht das Konzept der exklusiven, nicht überlaufenen Lounge so nicht auf. Die Lounge war schlichtweg rappelvoll am späten Nachmittag/frühen Abend. Im "Loungebereich" war während der ganzen drei Stunden kein Platz zu bekommen. Als wir ankamen, wurden wir gebeten, im Buffetrestaurant Platz zu nehmen, man würde uns Bescheid geben, wenn im Restaurant ein Platz frei sei. Das wurde allerdings dann auch bei nächster Gelegeneheit aktiv getan. Das Personal sagt allerdings selbst, sie haben nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet, ich vermute, man wird die Zugangsbedingungen demnächst anpassen.

Irgendwann geht auch der schönste Loungebesuch zu Ende und so rollen wir gesättigt zur Boardingzeit an unser Gate und besteigen den ebenfalls noch kein Jahr alten Dreamliner 787-9 C-FSBV. Mein Mann schafft es bewundernswerterweise noch, auch hier die leichte Variante des Abendessens zu essen, Es gibt wohl Salat mit Entenbrust, Obst und Käse ohne Foto. Ich habe nach dem Abendessen in der Lounge schon ausreichend Bettschwere und warte nur das Abschalten der Anschnallzeichen nach dem Start ab, bevor ich mich in die Waagrechte begeben.

Leider haben wir auch noch Rückenwind und der ohnehin schon nur sechseinhalb Stunden lange Flug schmilzt auf etwas über sechs Stunden und so werden wir ziemlich schnell wieder zum Frühstück geweckt, das ich aufgrund morgendlicher Unzurechnungsfähigkeit ebenfalls nicht mehr fotografiere. Auch der Verzehr fällt uns wegen der Müdigkeit und des elegant gekurvten Anflugs nicht ganz leicht.
 
In Amsterdam angekommen gelangen wir schnell und unproblematisch durch die Einreisekontrolle und auch unser Gepäck kommt, nachdem überhaupt Gepäck auf unser Band kommt, recht zügig.
Die restliche Heimreise wäre jetzt unspektakulär, würden wir nicht zuerst auf dem Weg zum Parkplatz an einen Busfahrer geraten, der sich offenbar für Jos Verstappen hält und dementsprechend Formel1-mäßig zum Parkhaus brettert und hätte ich nicht offenbar mein Gleichgewicht im Flugzeug vergessen. Ich verspüre nämlich, seit ich auf festem Boden bin, ein leichtes Schwanken, wo keins sein sollte, was nach der Busfahrt und durch die Weiterfahrt im Auto in einer so penetranten Übelkeit gipfelt, dass ich mir - fast am Ende unserer Reise - noch in einem nicht näher bekannten niederländischen Dorf eine Packung Reisetabletten gönnen muss, um die Heimfahrt überhaupt zu überstehen.
Egal der Urlaub war es wert!

Mit Mall und Flughafen kamen wir immerhin noch auf gut 5.5 km zu Fuß.

Freitag, 8. August 2014

Kanada, Montag, 04.08.2014, British Columbia Day

Victoria: Fisherman’s Wharf, Ogden Point Pier, Scenic Flight

Nach einem Morgenspaziergang zum Harbour Air Terminal zur Buchung unseres Scenic Flight am Nachmittag geht es geht es von dort mit dem Wassertaxi...

...zurück zur direkt neben dem Hotel gelegenen Fisherman’s Wharf.


Hier haben wir schon die erste Begegnung mit Wildlife: Eine der im Hafen ansässigen Harbour Seals lässt sich in Fisherman’s Wharf großzügig mit Fisch versorgen:



Wir gehen nun zunächst weiter zum Ogden Point, wo sich unmittelbar hinter dem Kreuzfahrtterminal ein bunt bemalter Pier auf dem man bis zum Leuchtturm an der Spitze entlang gehen kann.
Auf unserem Weg zum Pier ist uns ein weiteres befremdliches in der Stadt wohnhaftes „Wildlife“ begegnet: Der Hippo Bus,

der gerade dabei war, unter den heiteren Anfeuerungsrufen der Insassen „1,2,3 GO HIPPO GO!“ ins Wasser zu fahren…

… und davon zu schwimmen.
Genug bizarres.
Die Aussicht vom Pier ist jedenfalls bei diesem Wetter hervorragend:



Olympic Mountains


Das macht richtig Lust auf den später anstehenden Scenic Flight mit einem solchen Wasserflugzeug.

Victoria heißt uns bisher wirklich sehr willkommen.
Zurück in Fisherman’s Wharf, der Harbour Seal hat sich inzwischen wohlgesättigt zur Mittagsruhe begeben, schauen wir uns noch die von den Bewohnern sehr liebevoll gestalteten Hausboote an:





Gegen 13:30 machen wir uns auf den Weg zum Terminal der Harbour Air, leider zu Fuß, die Wassertaxis sind dank der vielen Besucher zum British Columbia Day hoffnungslos überlastet.
Angekommen im übersichtlichen Terminal bekommen wir unsere umweltfreundlich widerverwertbare Plastikbordkarte ausgehändigt und begeben uns zu der Tür im Maschendrahtzaun Gate 1.
Beim Einsteigen bereue ich, dass ich das Teleobjektiv auf der Kamera habe und frage mich, ob ich überhaupt Platz zum Fotografieren haben werde, mein Mann bereut wahrscheinlich, mich geheiratet zu haben, und fragt sich, ob er überhaupt Platz neben mir haben wird.
Außer einem obligatorischen Cockpitfoto verkneife ich mir jegliche Aufnahmen vom Innenraum der Maschine.

Für die Technikinteressierten, es handelt sich um die DHC-3 Turbine Single Otter https://www.harbourair.com/the-experience/fleet/

Los geht’s und dank völlig ruhiger See und Luft verläuft der Start ruhig und unspektakulär. Dank einiger Verrenkungen bei denen mein Mann wohl mehrfach fast vom Sitz geschubst wurde, sind mir die folgenden Aufnahmen gelungen:
Inner Harbour/ Downtown Victoria

Olympic Mountains




Umland von Victoria




Da ist er wieder… Mt. Baker!

Butchart Gardens


Downtown Victoria/ Inner Harbour/ Kreuzfahrt Pier und Ogden Point Pier mit dem Leuchtturm




Musste sein ;-)

Nach der Landung bei der Fahrt zum Inner Harbour:

Unser Hotel rechts im Bild

The Empress, Parlament mit Fähre

The Empress

Parlament

DHC-3 Turbine Single Otter. Für die Vielflieger habe ich leider versäumt, die Flugzeugkennung zu notieren.