Sonntag, 22. Februar 2026

I don't feel like dancin' auf Bygdøy

Wir wollen heute nochmal ein bisschen laufen, also gibt es ausgiebig Frühstück. Natürlich.
Ich dokumentiere die Highlights:


Draußen ist es noch sehr grau, die Wetter-App sagt neblig, aber es soll am Nachmittag aufreißen. Auch die Wetterexpertin in mir sagt voraus, innerhalb der nächsten Stunden wird sich der Nebel lichten, also fahren wir schonmal mit der Bahn in Richtung Bygdøy. Auf dem Weg zum Bahnhof kämpfen wir uns dank gestrigem Schneefall und heutigen Temperaturen knapp über Null durch gefühlt knietiefen Schneematsch.
Auf Bygdøy wäre als Schlechtwetterprogramm noch ein Museumsbesuch auf die am frühen Nachmittag ablaufende Oslo-Card geplant gewesen. Da das Wetter aber Aussicht auf Besserung verspricht und es schön verschneit ist, entscheiden wir uns für eine Umrundung der Halbinsel zu Fuß.
Gleich zu Beginn sehen wir ein paar Rehe. Elche hätte ich hier jetzt auch keine erwartet, obwohl einen Tag nach unserem Besuch auch am Holmenkollen eine Mutter mit Jungen gesichtet wurde.
Noch ist es sehr grau, aber wir laufen jetzt sowieso erstmal ein Stück durch den Wald, da stört das nicht weiter.
Wie es sich in Norwegen gehört, gibt es auch hier ein paar kurze, kräftige Steigungen.
Als wir uns zum ersten Mal dem Meer nähern, ist die Aussicht noch eher mystisch, aber die Sonne kämpft sich so langsam durch den Nebel.
Dafür spiegelt es sich hier schön im ruhigen Wasser.
Wir gehen weiter und so langsam reißt der Himmel auf.
Der langsam aufklarende Himmel mit dem Dunst über dem Wasser ist ein ausreichend schönes Motiv, die Kamera nochmal auszupacken. Ich sollte sie so schnell auch nicht wieder weglegen.




Wir wandern weiter durch den verschneiten Wald.


Am Christian August Denkmal vorbei nähern wir uns wieder dem Meer.
Wenig überraschend, dass dieser wunderschöne Ort "Paradiesstrand" genannt wird.




Der Reiseelch genießt die Aussicht und lässt sich die Sonne auf die Nase brennen. Wir auch.


Wer hätte gedacht, dass es heute noch SO schönes Wetter wird. Und das auch noch satte zwei Stunden früher, als im Wetterbericht vorhergesagt. Uns ist ein bisschen warm in unseren Winterklamotten, aber wir beklagen uns nicht.
Da Samstag ist, genießen auch einige andere das schöne Wetter, allerdings scheinen hier fast nur Einheimische unterwegs zu sein, viele davon mit Hunden. Touristen sind hier so gut wie nicht unterwegs.




So langsam tauchen auch die Berge aus den Wolken auf.

Am Ufer finden sich ein paar schöne Motive aus schwarzen Felsen, Schnee und Eis.


Die Spiegelungen im ruhigen Wasser bei Gegenlicht sind mindestens genauso schön zu fotografieren.


Wir kommen hier nur sehr langsam voran, es gibt so viel Schönes zu sehen und zu fotografieren. Auch die Sonne lässt sich hier am Strand einfach gut genießen. Vielleicht ist uns auch einfach zu warm, um schneller zu gehen.

Auch das Schilf mit der Sonne ist noch ein schönes Motiv.
Offenbar hat man auch in Norwegen inzwischen den Adirondack-Chair entdeckt, hier stehen diverse große herum.
Auch ein rotes Haus darf hier natürlich nicht fehlen.
Im Dunst macht sich die Fähre nach Kiel auf den Weg. 

Immer wieder finden sich schöne winterliche Motive.
Der Weg führt uns wechselweise durch Wohngebiete, Park und am Meer entlang. Wir genießen unseren letzten Tag in Oslo und das schöne Wetter sehr.



So langsam nähern wir uns wieder dem Übergang zum Staadteil Skøyen, wo wir am Bahnhof logelaufen sind. Bis dahin genießen wir noch den Blick auf einen Yachthafen, Eisschollen und die Oscarhalle.


Wir passieren auch noch einen kleinen Tümpel, der den Weg halb überflutet hat. Warum, können wir nicht ergründen. Zum Glück ist alles halbwegs gefroren, und wir sinken nicht knietief im Schlamm ein.
Es geht noch ein Stück durch verschneiten Wald, 
...dann wieder am gefrorenen Meer entlang.

Für ein kurzes Stück wird es auch nochmal ein bisschen abenteuerlich mit Felswand und Geländer zum Festhalten.
Noch ein paar Eisschollen,
Anstiege im Wald,
und eine Bucht mit Schilf später...

...erreichen wir nach fast 9,5 km wieder den Ortsteil Skøyen, wo es glücklicherweise eine Bäckerei für eine Fika gibt, denn ich bin mal wieder am Verhungern.
Es gibt einen Zimtknoten mit Puddingfüllung und einen Pistazienknoten.
Wir fahren mit der Bahn zurück zum Hauptbahnhof und gönnen uns ein Stündchen Pause im Hotel, bevor wir uns mt einem Umweg auf zum Abendessen machen. Eine Sehenswürdigkeit wollen wir uns nämlich heute noch anschauen.
Er  ist es nicht, aber er sitzt so nett vor der Universität herum.
Unser Ziel ist der Stadtteil Tullinløkka, wo in einer Passage auch nochmal schöne Lichter zu bewundern sind.





Hübsch anzusehen das Ganze, auch die Lichter, die in einer Ecke noch über der Straße hängen.
Wir spazieren ein bisschen umher und erfreuen uns an den Lichtern.

Letztendlich treibt uns aber der Hunger und unsere Tischreservierung zurück Richtung Aker Brygge. Wir kommen noch an einem Teil der Universität vorbei.

Wir wiederholen usn auch heute bei der Restaurant-Auswahl, denn auch im Fish Me hat es uns so gut geschmeckt und gefallen, dass wir uns noch ein bisschen weiter durch die Karte probieren wollen. Als Vorspeise gönnen wir uns kleine Waffeln mit Sourcream und Løyrum, einem Fischrogen, der nur in Norbotten "geerntet" wird und dessen Name daher EU-weit geschützt ist.
Als Hauptgericht nehme ich heute Halibutt, der Gatte die Seafood-Pasta. Beides ist hervorragend.
Beim Nachtisch tauschen wir im Vergleich zum letzten Besuch einfach die Rollen.
Das war jetzt ein hervorragender Abschluss für einen wunderschönen letzten Tag in Oslo.
Die Uhr zeigt auch mal wieder 20 km.

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