Samstag, 3. Oktober 2026

St. Andrews und Umgebung

...ja, ein Ausbruch an Kreativität bei der Titel-Erstellung. Offenbar habe ich diesen Urlaub andere Prioritäten.
Ich mache es heute mit einem kreativen Frühstück wieder wett. Les, unser Gastgeber im B&B verwöhnt uns heute mit "Dekonstruierten Pochierten Eiern mit Spinat und Speck", Smashed Potatoes, Granola mit Joghurt und Beeren sowie einem Blaubeer-Muffin. So ein Frühstück im B&B ist schon netter als die Standard-Hotelfrühstücke. Zum Glück dürfen wir das bei zwei Übernachtungen auch zweimal hier genießen.
Nebenbei unterhalten wir uns auch noch sehr nett mit unserem Gastgeber, wir sind die einzigen Gäste heute und morgen hier.
Gut gestärkt brechen wir zu unseren Tagesausflügen auf. Als kleinen Frühstücks-Verdauungspaziergang besteigen wir Chamcook Mountain mit 141 Höhenmetern und knapp 3,5 km hin und Rückweg.
Yay! Schon wieder Frühsport. Heute mal mit Wanderstöcken.
Das Wetter ist heute jedenfalls wieder traumhaft. Die Aussicht auch.
Der Weg ist mal wieder felsig.
Wir klettern also wieder auf den Felsen herum und genießen ausgiebig die Aussicht und das gute Wetter.






Mein Schatten und ich beim Felsen fotografieren.
Apropos fotografieren, ich verliere mich eine Weile darin, einen Bluejay zu fotografieren. Hab ich noch nicht, und zu Hause gibt es die ja nicht.




Jetzt wird es aber Zeit für die Weiterfahrt zum nächsten Wanderstopp: Wir wollen noch den Wallace Cove Trail wandern. Das sind entspannte 2,5 km mit nur 30 Höhenmetern. Es geht auch erstmal entspannt durch den Wald.
Aber auch bei nur 30 Höhenmetern kann man natürlich über Felsen laufen.
Erst hoch und dann wieder runter. Halt nur mit weniger Höhenmetern.

Zwischendurch kann man auch einfach mal über eine Wiese laufen.
Hübsche Pilze haben sie hier um diese Jahreszeit.
Auch seltsame grüne Dinge wachsen hier.
Wo ein Cove ist, ist auch Meer. Selbiges erreichen wir jetzt. Vom Meer ziehen Nebelbänke durch, auf der benachbarten Insel hupt kläglich ein Nebelhorn.

Die Küste ist aber auch ohne Fernsicht durchaus eindrucksvoll.



Der Weg hat für nur 30 Höhenmeter ziemlich viel "Auf und Ab". Meistens ist er gut markiert, ab und an müssen wir ein bisschen suchen. Kein Weltuntergang bei der Landschaft, es ist ja auch nicht so neblig, dass man sich irgendwie verirren könnte.



Nach und nach wird es immer sonniger, und die Sicht wird immer besser. Warm wird es auch.


Der Gatte fotografiert mich auch mal beim Landschaft gucken.


Zwischenzeitlich geht es immer mal wieder ein Stückchen entspannt durch den Wald, bevor wir wieder über Küstenfelsen klettern.

Wir genießen die Aussicht und hoffen, dass die nächste Nebelbank noch ein bisschen auf sich warten lässt.
Ich mag das Motiv mit dem Baumstamm und dem Grünzeug.
Wir klettern weiter und genießen Sicht und Sonne. So viel Aussicht hätten wir auf 2,5 km gar nicht erwartet.

Plötzlich sitzt ein Reiher vor uns im Schilf. Natürlich passiert sowas nur, wenn ich das Weitwinkel-Objektiv auf der Kamera habe. Also hier ein Suchbild...
... und die leidlich gute, nachträgliche gezoomte Auflösung.
Wir kommen ziemlich nah heran, bevor der Reiher wegfliegt. Leider immer noch ziemlich weit weg für ein Weitwinkel-Objektiv.

Jetzt sitzt der Reiher vorne auf den Felsen. Viel Glück beim Suchen.
Inzwischen hat man auch Sicht auf die hinter uns liegende Steilküste, beim Loslaufen war sie noch im Nebel.
Mal wieder ein bisschen über Felsen klettern.


Die kleine Insel mit dem Leuchtturm kommt immer näher.


Wir laufen einmal um die ganze Landzunge und genießen weiter das Wetter und die Landschaft.


Zum Abschluss unseres Uferweges geht es noch ein bisschen über Kiesstrand. Soll ja nicht langweilig werden.
Die letzten Meter geht es dann ganz entspannt durch ein Waldstück zurück.
Sobald wir uns dem Auto nähern, zieht die nächste Nebelbank auf. Wir erfreuen uns an unserem heutigen Wetterglück.
Wir schauen noch beim Lighthouse Point Lighthouse an der nächsten Bucht vorbei. Auch hier ist es eher neblig, und das Lighthouse eher klein.

Auch die Steilküste ist wieder weitgehend im Nebel verschwunden.

Inzwischen ist es früher Nachmittag und uns ist nach einer Dusche. Außerdem wollen wir noch eine Runde durch St. Andrews bummeln vorm Abendessen.

Weil wir noch nicht so viel gelaufen sind heute, machen wir auch noch den Rundgang um die Landzunge von St. Andrews. Diesen können wir direkt an unserem B&B beginnen. Wir werden dabei beobachtet.
Direkt nebenan ist "Kathy's Cove" ein kleiner Sandstrand.
Im Wald steht das nächste Reh und schaut uns zu. Die Weißwedelhirsche hier sind absolut nicht scheu, und man munkelt, es gäbe mehr davon als Einwohner.
In der Abendsonne umwandern wir die Landzunge.


Schließlich erreichen wir die Hauptgeschäftsstraße von St. Andres, wo leider alle Geschäfte bereits seit 17 Uhr geschlossen haben. Schade.
Die Brauerei von St. Andres hat immerhin noch offen. Ihr Bier werden wir dann gleich zum Abendessen verkosten. Allerdings in einem anderen Restaurant.
Das Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang ist ein Traum.
Sonnenuntergang am Pier...

... und an der Whale Watching Bude.
Auch irgendwie Whale Watching.
Ich muss ja jeden Elch nehmen, den ich kriegen kann.
So schönes Licht hier heute Abend.



Lieblingsfoto:

Inzwischen ist es fast 19 Uhr, und unser reservierter Tisch im "Noble bei the Sea" steht bereit. Wir gönnen uns heute ein "Oktoberfest Märzen" der örtlichen Brauerei, ein sehr leckeres rotes. Da wir in der Heimat auch noch nie Märzen getrunken haben, ist uns auch egal, ob das jetzt authentisch ist oder nicht. Die Alternative wäre Kölsch gewesen.
Als Vorspeise gibt es Hummus und Krabbenküchlein. Beides wird nach der Hälfte getauscht und für gut befunden.
Als Hauptspeise nehmen wir beide die Chowder mit Sherry. Mal kein dicker Eintopf, sondern eine dünnere, sahnige Variante mit ordentlich Fisch und Meeresfrüchten. Lecker.
Da wir ja nur ein Süppchen hatten, passt auch noch ein Nachtisch. Der Gatte hat eine Chocolate Charlotte mit Espresso Eis, die extrem dunkel und schokoladig schmeckt, und ich eine Pavlova mit Lemon Curd und Beeren.
Nach dem Essen soll man sich ja noch bewegen, also laugfen wir zurück ins B&B, wo uns noch ein selbstgebackenes Betthupferl unseres Gastgebers erwartet. Auf dem Heimweg haben wir nebenbei auch die 15 km Fußwege voll gemacht.

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