Sonntag, 29. Mai 2022

Like Ice in The Sunshine - Picture, or it didn't happen!

Heute ist das Wetter dann leider mal so schlecht wie angekündigt. Vom Frühstück gibt es auch keine Bilder. Zum Glück habe ich noch eine Tour zum "The Arches Provincial Park" mit etwa 120 km Fahrstrecke durch den Gros Morne Nationalpark geplant. Es schüttet dann auch die ganze Fahrt. Garniert mit heftigsten Windböen, die den Jeep mehrfach beinahe von der Straße drücken, ist das nicht so richtig spaßig. Aber irgendwas muss man ja im Urlaub unternehmen. Der Gatte ist mit der Kamera für den Fall einer Elchsichtung ausgestattet, und so verläuft unsere Hinfahrt vollkommen ereignislos. Immerhin macht der Regen eine kurze Pause, als wir bei den Arches ankommen, und wir können uns wenigstens kurz die Beine vertreten und ein paar Fotos machen.


Auch bei schlechtem Wetter ist es eindrucksvoll, und die tollen Farben der Kiesel kommen vermutlich sogar nur nass so richtig gut zur Geltung.
Da es wieder leicht anfängt zu regnen, mache ich noch ein paar Fotos unter dem Arch, dort ist wenigstens trocken.



Die Perspektive gefiel mir irgendwie besonders gut.

Neben dem Arch stehen noch einige prächtige Steinbrocken in der Gegend herum.

Der Strand und die Dünen lassen erahnen, wie es hier wohl bei gutem Wetter aussehen muss.



Noch ein paar Fotos von den wirklich eindrucksvollen Arches, bevor wir vor dem stärker werdenden Regen wieder ins Auto flüchten, um unser Mittagessen bestehend aus Sandwiches und Cookies zu uns zu nehmen.

So friedlich das Wetter auf den Fotos aussehen mag, die Realität war eher so:
Da das Wetter auf der Rückfahrt ähnlich schlecht ist wie auf der Hinfahrt, wenn man von noch stärkeren Böen absieht, bleibt die Rückfahrt ebenfalls ereignislos und ohne weitere Stops. Das einzige Ereignis unterwegs ist der umgewehte Anänger, den wir vorsichtig umfahren müssen. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber es ist wohl keine gute Idee, bei diesem Wind mit einem großen Anhänger zu fahren.
Eine Sache habe ich jetzt vorenthalten: Der Gatte hatte wieder während der gesamten Rückfahrt die Kamera in der Hand. 
Ihr denkt, Ihr wisst, wass das jetzt heißt?
Heute heißt das endlich, eine gigantische Menge an Fotos eines nassen, gemütlich das Highway-Begleitgrün futternden Elches. 
Und wehe, jetzt beschwert sich einer!

Der Elch sieht uns kommen und freut sich, dass er der Auserwählte ist, der auf meine Fotos darf. Der Gatte hält schonmal drauf, bis ich das Auto sicher am Straßenrand zum Stehen gebracht habe und ihm die Kamera entreiße.

Lecker frisches Grün!


Eleganz und Grazie.


Auch die andere Seite ist ganz wunderprächtig.

Er findet einfach das Grün lecker.



Wie's guckt... als wollte er mitfahren. 

Mit frischem Grün im Mundwinkel. Kleidsam.


... und noch ein kräftiger Haps grün...
... und wir lassen ihn wieder beim Mitagessen in Ruhe und setzen unseren Weg fort. Endlich habe ich meine Elchfotos. (Einige davon könnten sogar vom Gatten geschossen worden sein, diese sind ihm augenscheinlich so gut gelungen, dass ich es nicht mehr nachvollziehen kann. Natürlich hat er der Veröffentlichung - nicht ganz ohne Stolz - zugestimmt.)
Noch ein unwirtliches Foto von eindrucksvollen Klippen unterwegs, ansonsten zählt die Fahrt mit den Windböen heute ganz klar als körperliche Betätigung für mich.
Das Wetter bleibt auch den restlichen Abend nicht sonderlich einladend, und so fahren wir heute mit dem Auto zu Pizza Delight und genehmigen uns vorab einen Salat mit Ziegenkäse, Walnüssen und Cranberries:
Eine Pizza mit verschiedener Salami, Bacon, Hack, Zwiebeln, Paprika und Käse ...
... und eine mit Gemüse und Feta, die uns versehentlich eine Nummer größer als bestellt serviert wird.
Da die kleine Pizza auch etwas kleiner als erwartet ist, schaffen wir trotzdem beide Pizzen, zumal sie sehr lecker sind. Nachtisch passt vorrübergehend keiner mehr rein, obwohl einiges auf der Karte verlockend klingt. Dafür nehme ich mir dann im Hotel noch einen kostenlosen Kaffee mit auf die Couch, und nach einer kurzen Pause gibt es noch meinen heißgeliebten Butterfinger, einen Erdnussbutterkrokant-Riegel, zum Nachtisch.

Samstag, 28. Mai 2022

Like Ice in the Sunshine - und täglich grüßt der Elch am Highway

Ich schaffe es heute, bis halb 10 zu schlafen, und so bekommen wir gerade so noch Frühstück. Nichts aufregendes, aber ich hatte schlimmeres befürchtet. Außer dass es nur Einmalgeschirr gibt, ist es akzeptabel.
Ab morgen werden wir zumindest bei den Getränkebechern Müll sparen und unsere eigenen mitbringen. Danach fahren wir in den Gros Morne Nationalpark. Auf dem Weg dorthin steht mitten in einer Baustelle, also wie üblich ohne Halte- und Wendemöglichkeit, ein prächtiger, genüsslich am frischen Straßenrandgrün knabbernder Elch. Es muss nicht immer der Transcanada Highway sein.
Wir gönnen uns gleich den ganzen Jahrespass für Gros Morne, der aufgrund des "Early Bird" Rabattes zum halben Preis wohl aktuell günstiger als ein Dreitages-Pass ist. 
Wir halten kurz am Visitor Center in Rocky Harbour. Sieht nett aus, hier.
Danach ein kurzer Stop am Lobster Cove Head Lighthouse, bevor wir zu unserem eigentlichen Tagesziel kommen.


Da unsere Beine die 2200 Treppenstufen von gestern ertsaunlich gut überstanden haben, entscheiden wir uns auch heute wieder für eine 10 km Wanderung, diesmal aber mit weniger Steigung und weniger Treppen. Es geht zu den Baker's Brook Falls. Die Chance auf Elchsichtung soll hier ebenfalls ziemlich hoch sein, aber es ist halt kein Highway. Die Landschaft gefällt uns wieder, sumpfig mit kleinen Bäumen und schon recht grün für Ende Mai.

Der Weg führt meist über Boardwalks durch den Sumpf, so bleiben die Schuhe wenigstens sauber und trocken. Die Aussicht ist abwechslungsreich, wie immer hier. Besonders schön ist die Schleife zum "Little Pond".


Hier gibt es unglaublich viele Vögel, die sich auch nicht weiter durch uns Wanderer stören lassen. Der Weg ist alles andere als überlaufen, außer uns sind noch etwa fünf Paare auf der gesamten Strecke unterwegs.

Eine Lerche


Unser Vogel des Urlaubs, die Weißkehlammer, die pfeift, als würde sie eine ganze Kompanie damit kommandieren.



Außerdem beobachten wir sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg einige Kleinspechte bei der Arbeit.




Über die Rebhühner hier könnte ich mich auch immer ganz wunderprächtig amüsieren, zumal diese extremst im Paarungsmodus sind und auch gerne mal mitten auf dem Weg völlig unbeeindruckt von Wanderen lustig vor sich hin balzen.
Teilweise sind sie so nah, dass man auch schnell mal ein Handyfoto machen kann, wenn das Tele gerade im Rucksack steckt.
Fliegen können sie auch, wenn auch nur leidlich und ich hatte Sorge, dass der Herr im Liebesrausch vom Baum und mir auf den Kopf plumpst.
Dank der vielen Vögel und ständiger Ausschau nach Elchen kommmen wir nicht so richtig vom Fleck. Immerhin erreichen wir den Wasserfall nach 5 km und knapp zwei Stunden auch noch. Er ist ziemlich groß und ziemlich lohnend.


Nach einer kurzen Essenspause - das Wetter ist übrigens hellbewölkt und angenehm warm mit knapp 15 Grad - treten wir den (gleichen) Rückweg an, den wir etwas zügiger abarbeiten, auch wenn wir trotzdem noch einige Vogelbeobachtungsstops, wenn auch mal unbebildert, einlegen. Von Elchen waren mal wieder nur Fußspuren und Köttel zu sehen. Offenbar ist es am Highway netter. Für die Rückfahrt wird der Gatte mit der Kamera mit passendem Objektiv und Einstellung ausgestattet, Elche bleiben daher wieder aus. Dafür gibt es noch ein paar schöne Aussichten über den Meeresarm und die Tafelberge auf der anderen Seite des Parks.

Zum Abendessen machen wir es uns wieder einfach und gehen wieder die paar Meter zu Wingin' it. Heute mal einen gesunden Ceasar-Salad als Vorspeise für alle.
Danach nimmt der Gatte hervorragende Spareribs mit Süßkartoffelfritten und ich die pulled Pork Nachos.

Dank der leichten Vorspeise passt noch in jeden von uns ein Nachtisch. Lava Cake für den Gatten, Brownies mit Eis für mich. 

Das Kulturgut war das selbe wie gestern und blieb daher undokumentiert. Danach sind Kopf und Beine ein wenig schwer vom Tag und wir machen Feierabend.