Dienstag, 29. September 2026

Wandern im Fundy-Nationalpark - Caribou Plains

Da unsere nächste Wanderung nur 2,5 km lang und zur Abwechslung mal flach ist, hoffe ich auf Wildlife und bewaffne mich mit dem Teleobjektiv, was vermutlich wie immer jede Chance auf Wildlife-Sichtung zerstört. Aber angeblich gibt es hier, trotz irreführender Namensgebung, Elche. Einer davon ist 1981 im Sumpf ertrunken. Vermutlich war es der letzte.

Schön ist es trotzdem hier, teils sumpfig und teils einfach schön bewaldet.
Buntes Laub gibt es zum Glück auch.
Die Moose-Scene-Investigation (MSI) sagt: "Hier könnte auch Ihr Elch stehen".
Tut er aber nicht, nur eine im Gegenlicht nicht näher definierbare Ente dümpelt im Sumpf, daher gehen wir weiter und suchen nach größerem Wildlife.
Immerhin ist das kleine Wildlife aktiv und zetert uns gern mal von der Seite an. Zur Strafe müssen die Viecher für Fotos herhalten.
Beim Hörnchen Fotografieren entdecke ich durch Zufall einen Specht. Meine Recherchen ergeben, es handelt sich um ein Dawny Woodpecker (Dunenspecht) Weibchen. Dieser kommt nur auf dem nordamerikanischen Kontinent vor, also habe ich zumindest etwas Heimisches und zu Hause nicht vorkommendes vor die Linse bekommen, auch wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.




Danach treffen wir nur noch auf Hörnchen, Hörnchen und Hörnchen. Wenigstens sind die ja auch ganz niedlich und berichtsfüllend. Wer keine Hörnchen mag, kann gern auch weiterscrollen. Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden, fand sie alle putzig.











Zwischenzeitlich dokumentiere ich auch mal den Weg durch Sumpf und Wald mit ein paar Boardwalks. Hatten wir diesen Urlaub noch nicht (Spoiler: Die obligatorischen Treppen folgen dann morgen).
Wir sehen noch einen prächtigen Biberbau. Einen Biber bekäme ich ja auch sehr gern mal vor die Linse. Außerdem hat vor zwei Jahren in Algonquin die Strategie "Ich halte Ausschau nach einem Biber und sehe einen Elch" sehr gut funktioniert. Dieses Mal leider  nicht.
Während ich so nach Bibern und Elchen Aussschau halte, läuft mir noch ein Hörnchen quasi in die Linse.
War ihm hinterher aber auch irgendwie ein bisschen unangenehm.
Auf dem Rückweg spiegelt sich das bunte Laub schön im Sumpf.
Ich versuche mich noch an ein paar Libellen, aber außer der roten, die sich direkt vor mir aufs Geländer setzt, sind alle zu schnell.

Dafür schwimmt unter der Brücke noch gemütlich eine hübsche Ente vorbei.
Zufällig entdecken wir hier auch noch einen Biber-Damm. Leider auch hier ohne Biber und ohne Elch.
Nach insgesamt knapp 15 km Fußweg und einigen Höhenmetern wird es jetzt aber auch Zeit für die Rückfahrt und ein Abendessen im "The Mule Bar&Grill". Hier gibt es laut Karte im Netz eine Blooming Onion, die ich schon immer mal essen wollte. Leider ist sie heute aus, genau wie die Biber und Elche im Sumpf. Aber im Gegensatz zu meinen Fotomodellen soll es die Blooming Onion morgen wieder vorrätig geben. Wir sind zum Glück noch einen weiteren Abend hier, und so trösten wir uns mit uns wohlbekanntem "Rickards's Red", Zwiebelringen und Burgern.

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