Montag, 10. März 2025

This is Finnish, but not the End - Helsinki is (definitely not) Hell.

Heute kann ich dann - abschließend zu unserem Helsinki-Besuch - noch einmal etwas mehr aus Hape Kerkelings legendärem Viva-Auftritt (an den sich immerhin noch mindestens eine Person außer mir erinnert) als finnische Band R.I.P. Uli (Ripuli ist im Übrigen das finnische Wort für Durchfall) zitieren. Allerdings passt die Liedzeile "Helsinki is Hell" so gar nicht, weil es uns ausgesprochen gut hier gefallen hat.
Zum Abschluss nutzen wir heute noch das sensationell gute Wetter und wandern (zusammen mit einigen hundert Finnen) einen Teil des Waterfront Trails, der eigentlich 130 km lang ist. Wir wollen "nur" etwa 15 km davon laufen, allerdings müsen wir ja auch erstmal vom Hotel zum Startpunkt der Wanderung. Aufgrund der Fülle der Fotos halten wir das Frühstück heute bei der Bebilderung kurz (nur im Bericht, nicht in der Realität) und ich zeige nur mein wohl legendärstes Urlaubssandwich mit Spiegelei, Lachs, Senfcreme, Essiggürkchen und Rote Beete Humus. Die Schweinerei beim Essen ist auch legendär.
So gestärkt geht es erstmal Richtung Industriehafen, an dem wir auf dem Weg zum Startpunkt vorbeikommen.
Übrigens, dieses interessante Gebäude steht gegenüber unseres Hotels.
Gleich hier bieten sich schöne Fotogelegenheiten mit Kränen im Gegenlicht und noch leicht gefrorenem Hafenbecken.

Hier liegen auch ein paar silberne Kugeln rum, mit denen sich die Fotografin zusammen mit der Umgebung auf originelle Art und Weise ablichten kann.

Hier knistert auch das bröselige Eis wieder schön in den Wellen.
Schön aussehen tut das ganze gerade zusammen mit dem Schiff auch.
Danach geht es noch vorbei am Orthodoxen Friedhof und schon sind wir am eigentlichen Startpunkt unserer Tour angekommen.
Wir beginnen unsere Runde mit schönen Aussichten auf ziegelfarbene Industriebauten und teilgefrorenes Meer. Auch wenn das ganze wie ein See wirkt, ist es eine Meeresbucht, oder vermutlich eher eine Lagune.
Nicht zu vergessen das schöne Gegenlicht.
Auch hier beginnt langsam der Frühling.

Der Weg hier ist zum einen schön, zum anderen gut besucht, aber nicht überfüllt.
Hier bewegt sich Halbgefrorenes wieder mit Wind und Wellen und hat tolle Licht- und Geräuscheffekte.
Nebenan kann man ein bisschen mit Schilf, Licht und Industriekultur spielen.

Die Industrie spiegelt sich auch schön.
Am Ufer wandern schöne Eissplitter vorbei.
Gleich daneben Beachlife, zumindest im Sommer.


Ein Wohngebiet spiegelt sich sehr schön hier.
Am Yachthafen ist die Hölle los, es gibt Kaffee und Grillgeruch, wir sind noch satt vom Frühstück.
Wir machen einen kurzen Abstecher zum Sibelius Park, wo ein Kunstwerk von der uns bis dato unbekannten Ella Hiltunen den Komponisten Jean Sibelius würdigt, von dem wir ebenfalls bisher noch nie gehört haben. Reisen bildet.


Die offizielle Residenz des Premierministers spiegelt sich samt Halbinsel schön im Wasser.
Dahinter ist eine schöne Felsklippe, die Humallahti Klippen, auf  denen wir zusammen mit einigen anderen herumklettern und die Aussicht genießen.

Wir stoßen noch auf eine bronzezeitliche Grabstätte. Reisen bildet einfach.
Auch hier kommen wir wieder an einer schönen Villa vorbei.
Blick zurück zu den Klippen:
Manch kleines Gewässer im Schatten ist sogar noch gefroren.
Auch hier steht wieder - nicht näher erläuterte - Kunst in der Gegend, schon wieder eine Mischung aus Walflosse und Blume.
Landschaftlich ist es einfach schön hier.
Das kleine gelbe Häuschen auf der Klippe muss auch noch mit auf's Bild. Inzwischen haben wir immerhin schon ein Drittel unserer Runde geschafft.

Noch mehr Kunst:
Wir passieren noch ein bisschen schöne Landschaft, bevor es ein Stück durch ein Wohngebiet mit diversen Botschaften geht. Hier gönne ich mir eine Fotopause und wir kommen etwas zügiger voran.

Plötzlich begenet uns dieser niedliche, kleine Kerl. Ein Lieferroboter einer Supermarktkette. Ich hatte im Vorfeld davon gelesen, dass es diese in Finnland gibt, war mir aber nicht sicher, wie weit sie verbreitet sind, aber es gibt sie wirklich. Sie fahren hier auf den Radwegen und sind sehr vorsichtig und respektvoll gegenüber der Umgebung. Einfach niedlich.
Wir erreichen tatsächlich zeitnah die Halbzeit unserer Runde und haben von hier einen schönen Blick nach Helsinki...
... und auf die umliegenden Wohngebiete.



Die nächste Brücke ist so schön, dass ich hier ein bisschen mehr fotografieren muss.


Direkt bei der Brücke ist noch ein kleiner Park, von dem man noch auf weitere große städtische Gebäude blicken kann. Da diese in entgegengesetzter Richtung zur Innenstadt von Helsinki liegen, könnte es sich um die Nachbarstadt Espoo handeln.


Die schön gewellte Eiskante am Ufer muss natürlich auch noch kurz gewürdigt werden, bevor es in die Wohngebiete am Rand von Helsinki geht.
Diese beiden Hübschen auf einem Verteilerkasten muss ich natürlich auch noch fotografieren. Schade, dass drumherum irgendwelche Schnierereien sind.
Parallel zur Brücke, über die wir vorgestern in die Stadt gefahren sind, queren wir die Meerenge über eine kleinere Brücke.
Von hier hat man einen schönen Blick auf ein weiteres Hafengebiet mit modernen Häusern. Das war in etwa das, was wir vor unserer Reise von Helsinki gesehen und erwartet haben.
Wir erreichen tatsächlich wieder die Innenstadt und laufen durch ein sehr modernes Wohn- und Geschäftsviertel.

Die Hängebrücke im Nachmittagslicht ist es nochmal wert, die Kamera auszupacken.



Wir laufen noch durch ein großes, teils recht modernes Wohngebiet mit weiteren kleinen Hängebrücken. 
Auf dem weiteren Weg zum Hotel treffen wir nochmal auf einen kleinen Lieferroboter, der sich gerade sehr vorsichtig um eine Straßenbiegung tatstet. Unsere Recherchen haben ergeben, dass die Kleinen bei Ihren Lieferfahrten kartieren, Informationen über ihre Wege sammeln und lernen. Einfach toll.

Wir erreichen nach immerhin knapp 19 km mit sehr schweren Beinen wieder das Hotel.
Zum Glück ist ein Café Fazer (eine Café-Kette hier in Helsinki) direkt gegenüber, und wir können uns mit Schokoladen- und Karamelltorte und Heißgetränken belohnen.
Beim Abendessen schonen wir unsere Füße und essen im Hotelrestaurant. Hier kann ich mein Burger-Triple mit einem Rentier-Burger nach Rind und Elch vervollständigen. Außerdem gibt es hier die Finnische Lachs-Kartoffelsuppe, die wir noch probieren wollten. Vorab gibt es Brot und ein Blumenkohlsüppchen als Gruß aus der Küche.
Das IPA präsentiert sich schön am Rentiergeweih, schmeckt aber eher unspektakulär.

Da hat das Handy es wohl etwas zu gut mit der Belichtung des zweierlei Rentiers des Gatten gemeint.
Mein Burger ist dafür etwas düster. Lecker war alles.
Nachtisch gibt es in flüssiger Form, man muss ja auf den erfolgreichen Urlaub anstoßen am letzten Abend.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank fürs Lesen und Deinen Kommentar!