Samstag, 2. Juli 2016

02.07.2016 - Berge und Tiere

Fahrstrecke von Faskrúthsfjörthur nach Höfn

Bei bestem Sommerwetter verlassen wir unter leichten Hitzewallungen im T-Shirt unser Hotel, nachdem wir uns noch die hauseigene Ausstellung zu den französischen Schiffahrern und Übersiedlern im restaurierten französischen Hospital angeschaut haben.
  Endlich mal Sonne in den Ostfjorden!
Wir umrunden die restlichen Fjörde richtung Süden. Die Landschaft hat es uns einfach angetan, bei schönem Wetter wirkt sie noch eindruchsvoller:







Schwarze Strände



Ein Wasserfall
Dann bemerke ich plötzlich merkwürdig aussehende Felsen im Fjord. Seehunde:

 "Ich tauch dann mal ab!"

 "Tschö!"
 Noch ein wenig Gymnastik, dann geht er auch wieder baden.



Weiter durch die bergigen Fjörde:


Noch ein Wasserfall:

Interessante Felsformationen, mit und ohne Meer:




Unglaublich viele Vögel im Meer und auf den Felsen:

Es ergibt sich auch mal die Gelegenheit, direkt am Straßenrand ein trockenes Islandpferd zu streicheln, das sich allerdings gerade in Mittagsruhe befindet und daher eher minder interessiert an meiner freundlichen Kontaktaufnahme ist:
Wir fahren weiter Richtung Höfn,...


...wo wir uns erstmal ob des schönen Wetters, immerhin sind es sonnige 16 Grad, ins Freibad begeben, um ein paar Bahnen zu schwimmen und danach noch ein wenig im Hot Pot zu entspannen.



Auf dem Weg vom Schwimmbad zum Hotel treffen wir dann auf weitere Islandpferde, die ihre Mittagspause offenbar inzwischen auch beendet haben und sowohl kontaktfreudiger als auch bereit sind, sich fotografieren zu lassen:

 Smile for the Camera!





Wir erreichen das Fosshotel Vatnajökull, wo wir auch erste Ausblicke auf die Gletscher haben:

Freitag, 1. Juli 2016

01.07.2016 - Ostfjorde

Nach einem - wie üblich reichhaltigem Frühstück - brechen wir auf, um die umliegenden Fjorde zu besichtigen. Heute ist mal Schontag für die Fahrerin (zur Beifahrerin tauge ich auf kurvenreichen Straßen ungefähr ähnlich gut wie zum Fähre-Fahren) und es gibt nur das Kurzprogramm:
Von Faskruthsfjörthur fahren wir gemütlich um die Halbinsel statt durch den Tunnel nach Reytharfjörthur und dann weiter bis nach Esikfjörthur. Innerhalb der Fjorde herrscht heute hier immerhin trockenes Wetter, was man weiter nördlich und im "Hinterland" der Fjorde nicht gerade behaupten kann.


 Wasserfälle überall:

Wer hat hier eigentlich das Hochgebirge auf Meereshöhe gebaut?




Meer:
Leuchtturm

 Inseln


 In den Felsen nisten wieder Möwen

Im Gras sind wieder stelzende Vögel unterwegs (Brachvogel):

Und wenn man zum Fotografieren aussteigt, fühlen die Schafe sich irgendwie belästigt und schauen einem empört hinterher (wenn man mit 90 km/h an ihnen vorbeifährt, scheint sie das weniger zu beeindrucken, entweder reagieren Schafe zu langsam, oder sie sind das von den Isländern, die da offenbar schmerzfrei sind, gewohnt. Langsames Vorbeifahren, wie man es als rücksichtsvoller Autofahrer dann doch gerne mal macht, versetzt sie in Aufregung. Ein seltsames Völkchen, diese isländischen Schafe...):

Auch landschaftlich weniger schöne und dennoch beeindruckende Dinge gibt es hier: Blick über den Fjörd auf die Aluminiumhütte in Reytharfjörthur

Ansonsten ist Reytharfjörthur nett, aber eher unauffällig, genau wie das dahinter landschaftlich sehr schön gelegene Eskifjörthur.



Da das Wetter nach Norden deutlich schlechter, sprich stark regnerisch ist, sparen wir uns die nördlicheren Fjorde. Ich wäre gern nochmal nach Seythisfjörthur gefahren, wenn das Wetter so gewesen wäre, dass man die Passstraße noch hätte erkennen können und ich dort hätte fotografieren können, ohne dass mir die Kamera ertrinkt. Auch den eigentlich geplanten Mjóifjörthur lassen wir aus Sicherheitsgründen weg, es hat die ganze Nacht stark geregnet und die Schotterstraße dorthin hat stellenweise 18 % Gefälle, was wir bei aufgeweichter Piste nicht unbedingt ausprobieren müssen. So sind wir heute schon gegen 15 Uhr wieder im Hotel, das ja aber zum Glück sehr schön und gemütlich ist.

Immerhin ist es hier weiterhin trocken, und so kann ich das Hotel und das gegenüberliegende ehemalige französische Hospital und die Umgebung fotografieren. Fáskruthsfjördur war früher ein Handelsposten, an dem die Isländer mit den Franzosen Salzhering gegen Wein getauscht haben. Daher sind auch alle Straßenschilder noch zweisprachig, isländisch und Französisch.

Hotelterasse mit Bootssteg

Hotel

Ehemaliges französisches Hospital/Museum/Rezeption

 Umgebung

...und visuelle Spielvorbereitung auf das Island-Frankreich-Spiel am Sonntag:

Fazit zu den Ostfjörden: trotz des nicht wirklich einladenden Wetters (wobei ich als eher kälteliebendes Wesen ja 7 °C am 1. Juli noch eher angenehm empfinde, aber es war halt wirklich nass und die Sicht beim Fahren auf den Bergen sehr eingeschränkt), finden wir die Ostfjörde landschaftlich unheimlich beeindruckend und schön, man hat wirklich das Gefühl, dass hier eine Hochgebirgslandschaft direkt am Meer liegt. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Westfjorde, dafür grüner und irgendwie wilder. Hat uns sehr gut gefallen hier!