Prolog
Ursprünglich hatte ich im Herbst ja angekündigt, dass der nächste Reiseberricht eine Weile auf sich warten lassen wird, da wir dem diesjährigen Karneval wieder einmal mit einem Tanzworkshop entfliehen wollten. Wie Ihr unschwer am Titel und der Tatsache, dass ich hier schreibe, erkennen könnnt, ist dies jetzt doch nicht der Fall.
Kurz nach unserer Rückkehr aus dem Herbsturlaub wurde der Ticketverkauf zum Eurodance-Festival im Europapark eröffnet, zeitgleich sollten auch vergünstigte Hotelkontingente in den Europapark-Hotels für Festivalbesucher freigeschaltet werden, ein Buchungscode hierfür wurde ebenfalls veröffentlicht. Nachdem wir die Tickets erworben hatten, wollten wir uns um die Hotelbuchungen kümmern und fanden keinerlei buchbare Zimmer außer ein paar Suiten im günstigen Preissegment zwischen 2000 und 4000 € für eine Woche auf der Buchungsseite der Europapark-Ressorts vor. Zunächst dachten wir uns nichts böses, vielleicht hatte man die Hotelbuchung noch nicht freigeschaltet. Nachdem sich zwei Wochen lang nichts am Angebot geändert hatte, nahm der Gatte telefonisch Kontakt auf und erfuhr, dass die Hotels im Europapark bereits komplett im Vorfeld ausgebucht waren. Kann passieren, aber dann ist es doch etwas unglücklich von der Festival-Organisation, weiterhin vergünstigte Hotelkontingente zu bewerben. Bei uns herrschte jetzt erstmal Ratlosigkeit. Man hatte dem Gatten noch mitgeteilt, dass man eventuell noch ein weiteres Hotel öffnet und um Weihnachten herum weitere Kontingente freischaltet, also entschieden wir uns zunächst abzuwarten. Die Alternative, ein anderes Hotel in der Umgebung des Europaparks zu buchen, haben wir relativ schnell verworfen. Zum einen wollten wir keine tägliche Anfahrt zum Festival, zum anderen gehören Schwimmbad und Wellnessbereich sowie die Bars und Restaurants für uns zum Erlebnis dazu - man möchte dem von täglich sechs Stunden Tanzkursen geschundenen Körper schließlich auch mal ein wenig Erholung gönnen. Weihnachten rückte näher und bei den Hotels tat sich weiterhin nichts. Wir überlegten uns zwischenzeitlich, dass Oslo ein guter Plan B sein könnte.
Nachdem nach Weihnachten immer noch keine Hotelzimmer im Europapark zu haben waren, entschieden wir uns, Flüge nach Oslo zu buchen und die Festival-Tickets zu stornieren. Ein wenig schmerzte uns (abgesehen davon, dass wir eigentlich Lust auf eine Woche Tanzen gehabt hätten), dass bei den Tickets 25 % Stornierungsgebühr anfallen sollten. Ein Telefonat mit der Festival-Orga führte jedoch dazu, dass man sich entschied, uns den kompletten Ticketbetrag zu erstatten, da man ein Einsehen hatte, dass die Hotelbuchung sehr unglücklich gelaufen und noch dazu kommuniziert worden war.
Ohne finanzielle Einbußen ließ sich der ausgefallene Tanzworkshop mit der Aussicht auf einen Winterurlaub in Oslo dann doch ganz gut verschmerzen, und einen Songtitel für den Reisebericht gab es damit quasi noch gratis dazu. So einfach hätte ich ansonsten sicherlich keinen zu Oslo passenden Titel gefunden.
Wir freuen uns also jetzt auf eine Woche mit Schnee und kalten Temperaturen sowie gewohnt gutem und reichhaltigem Essen in Oslo. Wir haben jetzt noch zwei Tage Zeit, die Winterklamotten in unser wie immer nicht ganz leichtes Gepäck zu packen, bevor es für uns zum ersten Halt in Frankfurt geht. Ihr könnt Euch derweil schonmal mental auf eine Woche Reiseblog vorbereiten und Euch auf den ersten kulinarischen Höhepunkt in Frankfurt freuen: Vor der nordischen Küche wird es mal wieder japanisch.
Traudel und der Reiseelch sind natürlich wie immer auch dabei und freuen sich - genau wie wir - über Mitreisende!
